Handball Frauen 2. Liga: SG Magden/Möhlin/Pratteln – HC Flawil 22:20
(cs) Im ersten Entscheidungsspiel für den möglichen Aufstieg in die erste Liga gewannen die Damen der Spielgemeinschaft Magden/ Möhlin/ Pratteln mit 22:20. Bereits zur Pause lagen die Nordwestschweizerinnen in der heimischen Halle «Matte» mit 13:11 vorne. Das Rückspiel findet am 25. April ab 17 Uhr in Flawil (Botsberg) statt.
Das Heimteam erspielte sich, trotz einer ersten frühen Zeitstrafe, in der elften Spielminute ein 6:4. Auch dank gleich drei nacheinander folgenden Paraden der Keeperin Claudia Abbrederis-Schläppi. Nach den Toren von Kapitänin Marylène Steck und von Svea Hollenstein stand ein Drei-Tore-Vorsprung auf der Anzeigetafel (16.). Danach schlichen sich aber der eine oder andere technische Fehler ein und die Würfe aufs gegnerische Tor waren zu unpräzise. Die Gäste aus Flawil bekamen einen weiteren Siebenmeter zugesprochen und so hiess es 9:8 nach 21 Minuten. Nach dem Timeout von Trainer Alexander Ernst erzielte Nela Weibel das nächste Tor, aber die Gäste fanden nach einem technischen Fehler von Magden/ Möhlin/ Pratteln, rasch zurück und stellten auf Gleichstand. Sehr zur Freude der lautstarken Fan-Gruppe aus der Ostschweiz, welche jede gelungene Aktion frenetisch bejubelten. Viel Torgefahr ging danach von Murielle Kretzschmar und Emma Rusconi aus, welche für den 13:11-Halbzeitstand besorgt waren.
Starke Reaktion der Keeperin Alison Girard
In der zweiten Spielzeit übernahmen kurzzeitig die Gegnerinnen die Führung. Tore aus dem gebundenen Spiel, aber auch auffallend viel vom Siebenmeter (sieben Mal Flawil, einmal Magden/Möhlin/Pratteln), brachten die Flawilerinnen in der 38. Minute auf ein 17:16 in Front. Wieder agierten Hollenstein und Kretzschmar stark aus dem Rückraum und ebneten den Weg für die wechselnde Führung. Aber in der Folge zeichnete sich die gegnerische Keeperin Eliane Brändle mit zwei Paraden aus und nach einem weiteren Tor ihrer Mannschaft, stand es erneut 18:18 (45.). Die zwei nacheinander folgenden Zeitstrafen gegen den Gastgeber, unpräzise Würfe und eine Verwarnung gegen die Bank, das alles neutralisierte Alison Girard mit ihrer sehenswerten Siebenmeter-Parade gegen Ariana Nikaj. Und vorne erhöhte Emma Rusconi vom Feld und danach vom Siebenmeter. Fünf Minuten vor dem Ende parierte Alison Girard nochmals zwei Würfe und brachte die gut besetzte Halle erneut zum Kochen. Damit hielt sie ihr Team im Spiel, das nicht ohne Fehler blieb und erneut in Unterzahl, wegen einer Zeitstrafe, agieren musste. Die Nordwestschweizerinnen gewannen die Partie schlussendlich verdient mit 22:20.
Die Chancen für einen Aufstieg in die erste Liga sind also intakt. Aber die Nordwestschweizerinnen müssen spielerisch nochmals richtig performen, sich wenig technische Fehler erlauben, damit in der fremden Halle auch knifflige Phasen gemeistert werden.
SG Magden/Möhlin/Pratteln: Girard (9/19, 48%), Abbrederis-Schläppi (4/14, 29%); Weibel (1), Mehr (2), Osterholz (2), Steck (2), Arndt, Herzog (2), Rusconi (3), Barbieri (1), Kunzelmann, Kretzschmar (4), Konrad, Laplace (1), Hollenstein (4), Räbsamen.