(fg) Vor knapp zwei Monaten feierte der FC Wallbach den historischen Sieg im Basler Cupfinal gegen den FC Möhlin Riburg. Mit diesem Sieg sicherte sich der FC Wallbach auch die Teilnahme am Schweizer Cup. In der ersten Runde trifft er nun am 17. August um 18 Uhr auf den FC Langenthal aus der 1. Liga classic und hofft auf ein Fussballfest.
Was vor wenigen Jahren noch undenkbar schien, wird Mitte August Realität. Der kleine Dorfklub aus dem Fricktal steht in der 1. Runde des Schweizer Cups. Bei der Auslosung im gleichen Topf wie der FC Basel, Young Boys Bern oder der FC Thun wurde der FC Langenthal gezogen. Vom Namen her eher unbekannt, kann sich der sportliche Erfolg sehen lassen. Die Oberaargauer halten sich seit sieben Jahren in der 1. Liga classic und konnten sich im Mittelfeld etablieren.
Die Favoritenrolle ist also klar verteilt, wenn sich die beiden Teams Mitte August gegenüberstehen. Läuft alles nach Papierform, ziehen die Oberaargauer in die nächste Runde ein. Zu unterschätzen sind die Wallbacher aber nicht. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Dorfklub aus dem Fricktal überrascht. Nach sechs Jahren in der 2. Liga regional mussten die Wallbacher am Ende der letzten Saison zwar den Abstieg in Kauf nehmen, doch die Mannschaft blieb weitgehend zusammen und wird einmal mehr alles in die Waagschale werfen. Was dann möglich ist, hat man nicht zuletzt im Final des Basler Cups gesehen, als man sich trotz sehr schwieriger Ausgangslage gegen den Favoriten aus Möhlin durchsetzen konnte.
Eines ist auf jeden Fall gewiss, Wallbach spielt zu Hause auf dem Buenacher, was schon einigen Mannschaften zum Verhängnis wurde. Dazu kommt die Unterstützung der Anhänger, welche die Mannschaft immer wieder zu Höchstleistungen antreiben. Genau darauf hofft man in Wallbach. «Obwohl es nicht der FC Basel wurde, erhoffen wir uns möglichst viele Zuschauer aus dem Fricktal, welche die Mannschaft neben dem Feld unterstützen», sagt Präsident Florian Guarda. Alle wissen, dass die Chance sehr klein ist, «aber wer hätte schon gedacht, dass wir überhaupt mal hier stehen?» Die Vorfreude sei im ganzen Verein spürbar und man hoffe, dass sich diese Energie auch aufs Team überträgt. Die Wallbacher sind also bereit für ein weiteres Fussballfest und hoffen auf eine möglichst grosse Zuschauerkulisse.