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Berechtigte Freude nach der Cup-Überraschung. Foto: zVg

Der FC Stein auf Erfolgskurs

(kfs) Mit dem Sieg im Fricktaler Derby gegen den FC Eiken, einem Unentschieden gegen den Tabellenführer Therwil und dem völlig unerwarteten Erfolg im Basler-Cup-Achtelfinal gegen den BSC Old Boys Basel setzte der FC Stein innerhalb von acht Tagen gleich mehrere Ausrufezeichen.

Als Aufsteiger mit dem Ziel in die Saison gestartet, im Abstiegskampf bestehen zu können, hat das Team von Trainer Omeragic mit einem Zwischentotal von 20 Punkten aus 10 Spielen wohl sich selbst, vor allem aber die Vereinsführung und die Anhängerschaft ausgesprochen positiv überrascht.

3. Liga: Eiken – Stein 0:2 (0:1)
Obwohl der FC Stein aufgrund des aktuellen Tabellenstandes leicht zu favorisieren war, erwartete man allgemein ein ausgeglichenes, kampfbetontes Derby. Die Steiner erwischten einen Traumstart. Bereits in der 2. Spielminute konnte der Eiker Torhüter überwunden werden. Der FC Eiken, von Trainer Martin Keser taktisch gut eingestellt, liess sich von diesem missratenen Start aber nicht gross beeindrucken und bot dem FC Stein in der Folge bei garstigen Witterungsbedingungen paroli. Beim FC Stein haperte es in der ersten Halbzeit im Mittelfeld, wo die Kompaktheit fehlte. Weil die Steiner kurz vor der Pause zwei exzellente Chancen vergaben, blieb die Partie bis weit in die zweite Halbzeit hinein spannend. Mit dem zweiten Steiner Tor war die Vorentscheidung gefallen, zumal es dem FC Eiken schwerfiel, gute Torchancen zu kreieren. Die Absenz von Torgarant Marc Troller erwies sich als zu grosses Handicap. Torschützen: Bakkay und Rüede.
Fazit: Aufgrund des deutlichen Torchancen-Plusses ein verdienter Sieg des FC Stein gegen einen aufopfernd kämpfenden und keineswegs enttäuschenden Lokalrivalen.

Jarmo Rüede, zweifacher Torschütze im Cupspiel. Foto zVgBasler-Cup-Achtelfinal: Stein – Old Boys Basel 7:4 n.P.
Nachdem der FC Stein im bisherigen Verlauf des Basler Cups mit dem FC Sportfreunde einen Viertligisten sowie mit Münchenstein und Zwingen zwei Drittligisten aus diesem Wettbewerb eliminiert hatte, wartete im Achtelfinal mit dem Zweitliga-Spitzenklub BSC Old Boys ein echt grosser Brocken. War es Ehrfurcht vor dem höherklassigen Gegner oder einfach eine Unkonzentriertheit: Der Sekundenzeiger hatte noch keine Umdrehung gemacht und schon lagen die Basler mit 1:0 in Führung. Kündigte sich da bereits ein Spaziergang für den haushohen Favoriten an? Schon bald zeigte es sich, dass dies nicht der Fall war. Der FC Stein verteidigte auch ohne ihren Abwehrchef solidarisch und liess keine Gelegenheit aus, um Nadelstiche zu setzen. Und als ihm in der 34. Minute durch Rüede der Ausgleich gelang und die Basler ab der 62. Minute wegen eines Platzverweises in Unterzahl spielen mussten, stieg bei den Steinern die Zuversicht, an diesem Abend etwas «reissen» zu können. Den Favoriten in die Verlängerung gezwungen zu haben, durfte bereits als schöner Teilerfolg verbucht werden. Und diese zusätzliche halbe Stunde sollte Spektakel pur bieten: 1:2 (106. Min.), 2:2 (112., M. Weiss), 2:3 (115.), 3:3 (120.+3, Rüede). Der anschliessende Elfmeter-Krimi war dann der ultimative Höhepunkt dieser denkwürdigen Cup-Partie: Während bei den Baslern die Nerven flatterten und diese zweimal am blendend reagierenden Steiner Torhüter scheiterten, erwiesen sich die Schützen des Aussenseiters als äusserst kaltblütig. Zu später Stunde (nach 23 Uhr) war die Riesenüberraschung perfekt.

3. Liga: Stein – Therwil 3:3 (1:1)
Die Frage vor der Partie gegen den Tabellenführer Therwil lautete: Wie haben die Steiner den höchst intensiven Cup-Match verkraftet? Therwil kam mit der Referenz von sieben Siegen und einem Unentschieden nach Stein. Überraschenderweise hielten die Steiner gegen den spielstarken Aufstiegsanwärter von Beginn weg gut mit. Der 0:1-Rückstand (21. Minute) konnte noch vor der Pause durch Bakkay wettgemacht werden. Ein sehr unglückliches Missgeschick des ansonsten untadeligen Steiner Torhüters verhalf den Gästen zur erneuten Führung (51.). Als der Tabellenführer diese rund 20 Minuten vor Schluss ausbauen konnte, schien die Partie entschieden. Die Steiner Fans hatten trotz des Zwei-Tore-Rückstands einen guten Auftritt ihrer Mannschaft gesehen und sich bereits mit einer ehrenvollen Niederlage abgefunden. Nicht aber die Mannschaft: Der Anschlusstreffer durch Lovric sechs Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit setzte nochmals Kräfte frei. In der 6. Minute der Nachspielzeit erhielt der Heimklub einen Foulelfmeter zugesprochen, den Jarmo Rüede nervenstark zum vielumjubelten Ausgleich verwandelte.
Trainer Omeragic und die Mannschaft dürfen zu Recht stolz sein auf das, was in den vergangenen zweieinhalb Monaten dank tollem Teamspirit, spielerischer Qualität und Kampfgeist erreicht wurde. Bleibt zu hoffen, dass die Verletzungshexe nicht weiter zuschlägt und sich auch in den verbleibenden Spielen noch Punktegewinne realisieren lassen.

Bilder
Erstes Bild: Berechtigte Freude nach der Cup-Überraschung. Foto: zVg
Zweites Bild: Jarmo Rüede, zweifacher Torschütze im Cupspiel. Foto zVg