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Der aktuelle Vorstand der Winterhilfe Aargau (von links): Monika Schärer, Anton Meier, Nicole Heggli-Boder (Geschäftsführerin), Martina Bircher (Präsidentin) und Kurt Jenni. Foto: Markus Schenk

Vielfältige Unterstützung durch die Winterhilfe Aargau

(pd) Der Winterhilfe Aargau, angeführt von der neuen Regierungsrätin Martina Bircher, geht die Arbeit nicht aus, denn es wohnen sehr viele Leute im Kanton Aargau, die nur schwer über die Runden kommen.

Vor allem im Gesundheits- sowie im Aus- und Weiterbildungsbereich haben die Gesuche zugenommen. An der kürzlich durchgeführten Generalversammlung in der Schürmatt, Zetzwil, wurde Bilanz gezogen. Über 400 000 Franken wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr für notleidende Menschen im Kanton Aargau ausgegeben. Dass die Winterhilfe mehr ausgibt als einnimmt, ist im Moment nicht weiter tragisch. Die Hauptsache ist, dass das Geld gut eingesetzt wird und man dort helfen kann, wo Not herrscht.
Das Ziel einer Hilfsorganisation ist ein unkompliziertes Helfen. Im Aargau besteht ein Team von Sozialspezialisten, welches die Gesuche genau unter die Lupe nimmt. Die meisten sind berechtigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (1. 7. 2023 bis 30. 6. 2024) gingen 652 Gesuche ein. 193 mussten mangels ausreichendem Nachweis der Notsituation oder wegen Übernahmeverpflichtung der öffentlichen Sozialhilfe abgelehnt werden. Dass mit über 400 000 Franken wiederum gezielt Hilfe geboten werden konnte, ist erfreulich. Die Winterhilfe Aargau gehört wohl zu den effizientesten Hilfswerken unseres Landes. Der Betriebsaufwand ist extrem bescheiden, und der Vorstand, angeführt durch die Präsidentin Martina Bircher, arbeitet grösstenteils ehrenamtlich. Der negative Jahresabschluss ist weiter nicht tragisch, denn die eingesetzten Gelder kommen vollständig armutsbetroffenen Menschen im Aargau zugute.
Dabei fällt auf, dass vor allem die steigenden Gesundheitskosten dazu führen, dass Armut zunimmt. Die Hilfsgesuche betreffen folgende Gebiete: Einkaufs- und Lebensmittelhilfe, Bekleidung, Gesundheitskosten, Wohnkosten inkl. Bettenhilfe, Aus- und Weiterbildung, Ferien und Freizeitaktivitäten. Die meisten Leistungsempfänger betreffen Familien mit Kindern und Einelternfamilien.
In diesem Jahr hat die Winterhilfe insbesondere mit Partnerorganisationen eng zusammengearbeitet. So durfte sie den beiden Organisationen Cartons du Coeur Aargau und der Schweizer Tafel Aargau je einen Check von 20‘000 Franken überreichen. Beide Organisationen kümmern sich um die Lebensmittelverteilung für armutsbetroffenen Personen. Auch der Verein Wohnen 16plus kam in den Genuss einer solchen Spende. Dieser bietet jungen Menschen in prekären Situationen günstigen Wohnraum an.
Bewährt haben sich die in den letzten Jahren aufgegleisten Projekte «Sport und Fitness» und «Schulische Ausrüstung und Aktivitäten». Neu ist die Winterhilfe auch bei der Finanzierung von Spielgruppen aktiv. Wieder im Programm steht das Projekt «Weihnachtsessen für Alleinstehende».

Beratung wird gross geschrieben
Diese Hilfen sind zwar sehr wichtig, ebenso wichtig sind aber jeweils auch die Beratungen in sozialtechnischen Fragen. Dem kommt immer grössere Bedeutung zu. Die Winterhilfe Aargau verfügt über Spezialisten in ihren Reihen, die sehr kompetent über die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten Auskunft erteilen können.

Budget rechnet mit Gesuchszunahme
Das Budget sieht einen leicht erhöhten Aufwand vor (552 982 Franken). Positiv wäre es natürlich, wenn entsprechend auch die Ertragsseite auf dem Vorjahresniveau verbleiben würde.

Neues Vorstandsmitglied
Der Vorstand wird neu ergänzt durch Anela Perkovic, welche für einen den kommunalen Sozialdienst in Niederweningen (Zürich) tätig ist, aber in Döttingen (AG) wohnt. Sie wird Dora Deppeler ersetzen, welche gesundheitshalber den Vorstand verlässt. Zu ersetzen ist auch der abtretende Kommunikationsleiter Markus Schenk. Für ihn wurde noch kein Ersatz gefunden.
Mit einem Beitrag von 20 Franken (Private) oder 100 Franken (Firmen/Institutionen) kann man auch Mitglied der Winterhilfe Aargau werden. Spenden in jeder Grösse sind überdies jederzeit willkommen. Adressen oder Spenden nimmt die Geschäftsstelle Winterhilfe Aargau, Postfach, 5632 Buttwil, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., gerne entgegen.

Winterhilfe Aargau
Postkonto 01-40443-6 / 5000 Aarau, IBAN CH45 0900 0000 5000 48595

Bild: Der aktuelle Vorstand der Winterhilfe Aargau (von links): Monika Schärer, Anton Meier, Nicole Heggli-Boder (Geschäftsführerin), Martina Bircher (Präsidentin) und Kurt Jenni. Foto: Markus Schenk