(VCS) In Helsinki sind seit Juli 2024 keine Menschen mehr im Verkehr gestorben. Im ganzen Jahr 2024 starben fünf Personen im Verkehr in Basel-Stadt und sechs in Basel-Landschaft. Der VCS beider Basel fordert, dass beide Basel rasch eine «Vision Zero» erarbeiten und mit der nötigen Konsequenz umsetzen. Die stille Hinnahme der vielen Verkehrstoten müsse sofort ein Ende haben.
Die finnische Hauptstadt mit ihren 664'000 Einwohner:innen ist also ein sehr sicherer Ort verglichen mit den 499'000 Einwohner:innen in beiden Basel. Im Kanton Basel-Stadt töteten Kollisionen und Unfälle im Verkehr fünf Menschen, drei von ihnen waren Fussgänger:innen. Im Baselbiet wurden letztes Jahr sechs Menschen getötet, darunter je ein:e Velofahrer:in und ein:e Fussgänger:in. Hinzu kommen 510 Verletzte, davon 35 Kinder unter 15 Jahren.
«Wären die beiden Basel eine Baustelle oder Fabrik, wären sie schon längst dicht gemacht worden», so Stephan Luethi-Brüderlin, Vorstandsmitglied VCS beider Basel.
Würde ein Mensch im Verkehr sterben, so betreffe dies auch viele weitere Personen im persönlichen Umfeld, andere Verkehrsteilnehmende, Mitarbeitende von Blaulichtorganisationen. Deshalb verlangt der VCS, dass dieses unnötige Leid vermieden wird.
Die offensichtliche bessere Verkehrssicherheit in Helsinki sei die Folge mehrerer Faktoren: Tempo 30 wurde auf fast allen Strassen eingeführt. Die reduzierte Höchstgeschwindigkeit sorgt für weniger Kollisionen und die Folgen besonders von Kollisionen mit Fussgänger:innen sind weniger gravierend.
Ebenso habe die grösste finnische Stadt in den letzten Jahren ein umfassendes Veloroutennetz geplant und weitgehend umgesetzt. Dies sorge für weniger gefährliche Begegnungen zwischen Velofahrenden und Autos. Für Fussgänger:innen seien gefährliche Stellen entschärft und die Strassen generell sicherer gestaltet worden. Das sei eine Arbeit von Jahrzehnten, die Region Basel hinke hier tragisch hinterher. Schliesslich werde der öV in Helsinki konsequent priorisiert. Damit werde er attraktiver und vermeide Autofahrten.