(svp/fdp) Am 24. November 2024 stimmen wir unter anderem über eine Verfassungsänderung im Kanton Aargau ab. Die Initiative «Für eine Demokratie mit Zukunft» will eine Senkung des Stimm- und Wahlrechtsalters von 18 auf 16 Jahre auf kantonaler und kommunaler Ebene. Neu sollen also auch Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr wählen und abstimmen dürfen. Die Kantonalparteien der FDP und SVP sowie deren Jungparteien sagen gemeinsam Nein zur Initiative, wie sie in einer Medienmitteilung schreiben.
«Jugendliche im Alter von 16 Jahren sind noch nicht vollumfänglich im Berufs- und Gesellschaftsleben integriert. Sie zahlen bspw. keine Steuern, sollen aber über Ausgaben entscheiden dürfen. Für Entscheidungen, welche den gesamten Kanton betreffen, braucht es eine politische Reife und Lebenserfahrung – beides weisen 16-Jährige nicht ausreichend vor. Dies ist auch der Grund, weshalb Jugendliche vor dem 18 Altersjahr speziellen Schutz geniessen. So wurde erst kürzlich ein Werbeverbot von Tabakprodukten eingeführt, weil die Beeinflussbarkeit Jugendlicher besonders hoch ist. Demokratie braucht reflektierte Entscheide. Eine Absenkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre generiert ein Auseinanderfallen von Rechten und Pflichten. So wie in anderen Lebensbereichen Volljährigkeit eine Voraussetzung ist, so soll dies auch beim Stimm- und Wahlrecht weiterhin gelten», begründen die beiden Parteien ihr Nein zu der Vorlage.