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Spatenstich für die Wärmezentrale des AEW-Wärmeverbunds Mutschellen am 30. Juni in Widen (von links): Christian Moser, Gemeinderat (Gemeinde Widen), Daniel Wernli, Leiter Wärmeproduktion (AEW), Martin Keller, Head of Real Estate Switzerland (Sika Schweiz AG), Philipp Keil, Präsident des Verwaltungsrats (Elektra Widen Betriebs AG), Marc Ritter, CEO (AEW), Stefan Fischer, Projektleiter Wärmegeschäft (AEW), David Gautschi, Leiter Geschäftsbereich Produktion (AEW); Foto: zVg

Spatenstich für den AEW Wärmeverbund Mutschellen: Lokale erneuerbare Energie für Widen, Berikon und Rudolfstetten

(pd) Mit dem heutigen Spatenstich für die neue Wärmezentrale auf dem Areal der Sika Schweiz AG in Widen wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Realisierung des AEW Wärmeverbunds Mutschellen erreicht.

Nachdem die Baubewilligung Anfang November 2025 erteilt wurde und die Bauarbeiten für das Wärmenetz im Frühjahr 2026 gestartet sind, wurde nun der Baustart der neuen Wärmezentrale offiziell gefeiert. Das zukunftsweisende Infrastrukturprojekt wird ab der Heizperiode 2027/28 schrittweise in Betrieb genommen und künftig öffentliche sowie private Liegenschaften in den Gemeinden Widen, Berikon und Rudolfstetten mit erneuerbarer Fernwärme versorgen. Die AEW Energie AG investiert rund 21 Millionen Franken in den Aufbau des Wärmeverbunds und leistet gemeinsam mit ihrer Kundschaft einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050.

Wärmezentrale als Herzstück des Wärmeverbunds

Die künftige AEW-Wärmezentrale des Wärmeverbunds Mutschellen in Widen (Quelle: bark architekten ag)Nach Ostern 2026 hat die AEW mit den Bauarbeiten für das Fernwärmenetz sowie ersten Vorarbeiten für den Bau der neuen Wärmezentrale begonnen. Mit dem heutigen Spatenstich wurde nun der Baustart der Wärmezentrale offiziell gefeiert. Sie bildet künftig das Herzstück des AEW Wärmeverbunds Mutschellen. Die benötigte Wärmeenergie wird hauptsächlich mit einer Holzschnitzelfeuerung mit einer Heizleistung von 3200 Kilowatt (kW) erzeugt. Ergänzend kommen zur Effizienzsteigerung und für den Sommerbetrieb eine Wärmepumpe sowie ein Ölheizkessel zur Spitzenlastabdeckung und als Redundanz zum Einsatz. Im Weiteren wird eine Power-to-Heat-Anlage mit 600 kW Heizleistung für die Erbringung von Systemdienstleistungen und zur Steigerung der Stabilität des Stromnetzes eingesetzt. Für zukünftige Ausbauetappen ist in der Wärmezentrale bereits Platz für eine zusätzliche Holzschnitzelfeuerung mit 1600 kW Heizleistung vorgesehen. Die eingesetzten Holzhackschnitzel stammen aus nachhaltiger regionaler Waldwirtschaft vom Forstbetrieb Mutschellen.

In die neue Wärmezentrale der AEW wird zudem die auf dem Grundstück bestehende Transformatorenstation der Elektra Widen Betriebs AG integriert. Durch den Neubau der wichtigen Einspeisestation schafft die Elektra eine essenzielle technische Voraussetzung für die erfolgreiche Realisierung des Wärmeverbunds. Zudem werden durch die Flexibilität der involvierten Parteien Synergien genutzt und die vorhandene Infrastruktur effizient gebündelt.

Nachhaltige Wärme für die Region

Der AEW Wärmeverbund Mutschellen ist als regionaler, gemeindeübergreifender Wärmeverbund konzipiert. Ausgehend von der neuen Wärmezentrale auf dem Areal der Sika Schweiz AG in Widen werden künftig Wohnüberbauungen, öffentliche Gebäude sowie Gewerbebauten in den Gemeinden Widen, Berikon und Rudolfstetten mit erneuerbarer Fernwärme versorgt. Dazu gehören unter anderem die Überbauungen Schachenfeld und Kesslernmatte sowie die Gebäude der Sika Schweiz AG. Um die Wärmeversorgung der Schulanlage Widen bis zur Inbetriebnahme der Wärmezentrale sicherzustellen, wird eine provisorische Versorgungslösung umgesetzt. Die Wärmeproduktionsanlagen sind so ausgelegt, dass mindestens 90 Prozent der benötigten Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden. Mit einer kalkulierten Anschlussleistung von rund 5800 kW und einem jährlichen Wärmeabsatz von rund 12,2 Millionen Kilowattstunden (kWh) können nach der schrittweisen Inbetriebnahme ab der Heizperiode 2027/28 jährlich rund eine Million Liter Heizöl substituiert und damit rund 2800 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden. Zusätzlich wird auf dem Dach der Wärmezentrale eine Photovoltaik-Anlage mit rund 45 Kilowatt Spitzenleistung installiert, um einen Teil des Strombedarfs durch Solarstrom zu decken.

Breite regionale Unterstützung

Am feierlichen Spatenstich nahmen Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Gemeinden, der Sika Schweiz AG, der Elektra Widen Betriebs AG, des Forstbetriebs Mutschellen, der Kreisschule Mutschellen, der Liegenschaftseigentümer, der Planungspartner sowie Medienschaffende teil. Die Anwesenden wurden von David Gautschi, Leiter Geschäftsbereich Produktion der AEW, Daniel Wernli, Leiter Wärmeproduktion der AEW, Christian Moser, Gemeinderat der Gemeinde Widen, Martin Keller, Head of Real Estate Switzerland der Sika Schweiz AG, sowie Philipp Keil, Präsident des Verwaltungsrats der Elektra Widen Betriebs AG begrüsst und über das Projekt informiert.

«Mit dem Wärmeverbund Mutschellen schaffen wir eine massgeschneiderte nachhaltige Energieinfrastruktur für die Region und treiben die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung gezielt voran. Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden ersetzen wir fossile Heizsysteme durch erneuerbare Wärme aus regionalen Ressourcen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050», sagt David Gautschi, Leiter Geschäftsbereich Produktion der AEW Energie AG. Mit dem Wärmeverbund Mutschellen baut die AEW ihr Engagement für eine nachhaltige und regionale Wärmeversorgung im Kanton Aargau konsequent weiter aus.

Hintergrundinformation

Die AEW Energie AG ist ein selbstständiges Unternehmen des Kantons Aargau. Mit der sicheren und klimafreundlichen Energieversorgung leistet die AEW einen wesentlichen Beitrag zur Standortattraktivität und zur Lebensqualität in der Region. Sie strebt Klimaneutralität bis spätestens 2040 an. Für die Stromproduktion fokussiert die AEW auf Wasserkraft sowie Solar- und
Windenergie.

Bild 1: Spatenstich für die Wärmezentrale des AEW-Wärmeverbunds Mutschellen am 30. Juni in Widen (von links): Christian Moser, Gemeinderat (Gemeinde Widen), Daniel Wernli, Leiter Wärmeproduktion (AEW), Martin Keller, Head of Real Estate Switzerland (Sika Schweiz AG), Philipp Keil, Präsident des Verwaltungsrats (Elektra Widen Betriebs AG), Marc Ritter, CEO (AEW), Stefan Fischer, Projektleiter Wärmegeschäft (AEW), David Gautschi, Leiter Geschäftsbereich Produktion (AEW); Foto: zVg
Bild 2: Die künftige AEW-Wärmezentrale des Wärmeverbunds Mutschellen in Widen (Quelle: bark architekten ag)