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SP Aargau: Integrationsförderung ist eine Investition in die Zukunft

(sp) «Die SP Aargau begrüsst die Weiterführung der Integrationsförderung mit KIP 3 sowie die Regionalisierung. Die leichte Erhöhung der finanziellen Mittel im Vergleich zu KIP 2 ist dringend notwendig, reicht aber bei weitem nicht aus.» Dies erklärt die SP Aargau in einer Medienmitteilung

Weiter heisst es: «Die Integrationsförderung hat einen starken und langfristigen Präventionseffekt. Sie fördert die berufliche und soziale Integration von Ausländer:innen und damit den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit kann dem Fachkräftemangel entgegnet werden.
Insgesamt ist das Kantonale Integrationsprogramm 2024 – 2027 eine Fortführung des bisherigen Programms, mit einigen wenigen Optimierungen. Für die SP Aargau ist die Weiterführung unabdingbar, auch um die bisher geleistete Arbeit von Kanton, Gemeinden und Freiwilligen langfristig nutzen zu können und darauf aufzubauen. Dies ist gerade jetzt mit Asylgesuchen auf Rekordniveau und Arbeitskräftemangel besonders wichtig.
Die Regionalisierung muss weitergeführt werden. Dafür braucht es aber ausreichend finanzielle Ressourcen vom Kanton und den Gemeinden, denn die Integration macht keinen Halt an den Gemeindegrenzen. Ausländer:innen sollen sich rasch sprachlich, sozial und beruflich integrieren, unabhängig vom Wohnort.»
«Die finanziellen Mittel für das KIP sind knapp und werden der Bevölkerungszunahme und der anstehenden Regionalisierung nicht gerecht», sagt Luzia Capanni. «Die vorgesehenen Mittel reichen nicht aus für die notwendige Weiterentwicklung der Angebote und Strukturen», führt Capanni weiter aus. Aus Sicht der SP wäre deshalb eine stärkere Erhöhung angemessen. «Für eine gute Integrationsförderung braucht es mehr Ressourcen, mehr Personal und mehr Angebote für die Ausländer:innen. Der Fachkräftemangel ist in allen Branchen deutlich sichtbar. Mit Informationen und Beratungen bei der Arbeitssuche sowie bei der Ausbildung kann der Eintritt in den Arbeitsmarkt für Neuzugezogene erleichtert werden. Dazu gehören auch Deutschkurse und die Begleitung durch Ämter und Formulare. Ziel ist ein eigenständiges Leben, finanzielle Unabhängigkeit und die Partizipation in der Gesellschaft.»
«Das neue KIP ist ein bisschen Arbeit nach Vorschrift – ohne Lust, ohne Mut, ohne Vision. Dabei gäbe es so viel zu tun», sagt Lelia Hunziker. «Wenn wir dem Fachkräftemangel entschieden begegnen wollen, braucht es Ressourcen für Sprachförderung und Integration», so Hunziker weiter.
Die SP fordert:
- Die Finanzierung der Frühförderung muss vom Kanton mitgetragen werden. Der Nutzen der frühen Sprachförderung ist zentral für den späteren Schulerfolg.
- Es braucht ausreichend Angebote für spätmigrierte Jugendliche, welche vorbereitend für eine Lehre oder Mittelschule sind.
- Die Unterstützung und Begleitung der Ausländer:innen in der Anerkennung von Ausbildungen und Diplomen könnte dem Fachkräftemangel und der erhöhten Arbeitslosigkeit von Ausländer:innen entgegenwirken.
- Menschen kämpfen noch heute auf Grund ihrer Herkunft bei der Suche nach Arbeit, Wohnraum und im Alltag gegen Diskriminierung. Dieses Problem muss im neuen Vorschlag zwingend thematisiert werden.