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Die ehemalige und die neue Präsidentin am Rotarylauf. Foto: Quelle: 143.ch – Die Dargebotene Hand Aargau/Solothurn

Sorgentelefon 143.ch – Die Dargebotene Hand Aargau/Solothurn nach zwölf Jahren mit neuer Präsidentin

(pd) An der diesjährigen Mitgliederversammlung haben die Mitglieder von 143.ch – Die Dargebotene Hand Aargau/Solothurn eine neue Präsidentin gewählt. Die Organisation blickte in Anwesenheit mehrerer Grossrätinnen und Grossräte sowie Vertreter der beiden Kantone auf das Jahr 2025 zurück.

Mit grossem Applaus hiessen die Mitglieder die neue Präsidentin Denise Widmer an der Versammlung im Mai willkommen. Sie bringt einen grossen Erfahrungsschatz aus Politik, Führung und Organisation auf operativer und strategischer Ebene mit. Sie ist ausgebildete Psychologin und Oberstufenpädagogin und leitet aktuell das Kinderheim Chinderhuus Elisabeth in Olten.

Widmer löst Daniela Oehrli ab, die zwölf Jahre lang der Organisation vorstand. «Ich bedanke mich von Herzen für die spannenden und lehrreichen Jahre. Es war mir eine Ehre, mit allen Beteiligten 143.ch Aargau/Solothurn zu einer modernen und zeitgemässen Organisation zu entwickeln», verabschiedete sich Oehrli. Sie wünschte den Vorstandskolleg:innen und der neuen Präsidentin viele gute und mutige Entscheide für die Zukunft von 143.ch Aargau/Solothurn.

«Die Gesellschaft ist in Bewegung»
Die scheidende Präsidentin führte zum letzten Mal durch den Jahresbericht. «In der Politik und bei anderen Organisationen ist momentan vieles mit Unsicherheiten verbunden», sagte Oehrli. Die Gesellschaft sei in Bewegung. Dies spürt auch das Sorgentelefon 143.ch Aargau/Solothurn: Trägerschaften, die in der Vergangenheit ein stabiles finanzielles Fundament bildeten, kündigten Kürzungen an bzw. werden ihre Finanzierung ganz zurückziehen.

Die anhaltend schwierige finanzielle Situation zeigte sich in der präsentierten Jahresrechnung. Der Verlust war dank ausserordentlicher Zuwendungen wie Spenden aus dem Rotarylauf, der Jubiläumsspende der Odd Fellows Aarau und einer Zunahme der Privatspenden zwar bedeutend kleiner als budgetiert. Doch schwindet das Organisationskapital weiter. Der Kanton Aargau wird mit einer stufenweisen Erhöhung seiner Beiträge zum Überleben des Sorgentelefons beitragen. Oehrli zeigte sich dankbar und erleichtert: «143.ch – Die Dargebotene Hand Aargau/Solothurn ist seit 66 Jahren eine wichtige Anlaufstelle für unsere Gesellschaft und aus der psychosozialen Landschaft nicht wegzudenken.»

20’000 Gespräche, auch im Online-Chat
Dass die Bevölkerung in den Kantonen Aargau und Solothurn froh ist um diesen Anker, zeigt sich auch in der weiterhin hohen Anzahl Beratungsgespräche. 2025 sind rund 20’000 Gespräche zustande gekommen. Ein Grossteil davon per Telefon, immer mehr auch im Online-Chat. Auffällig ist, dass Suizidalität und weitere besonders schwierige Themen wie beispielsweise Gewalt in Online-Kanälen häufiger thematisiert werden.

143.ch
143.ch ist die Anlaufstelle für emotionale Erste Hilfe in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. National stehen rund 700 geschulte freiwillige Mitarbeitende per Telefon, Chat oder Mail Menschen in Not als Gesprächspartner zur Verfügung. Die Dargebotene Hand Aargau/Solothurn betreut die Bevölkerung der Kantone Aargau und Solothurn. Jährlich sorgen rund 60 freiwillige Mitarbeitende dafür, dass sich Menschen in Not 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr auf niederschwellige Soforthilfe verlassen können. 143.ch ist auch die bekannteste Anlaufstelle für akute Notfälle und trägt wesentlich zur Suizidprävention bei.143.ch – Die Dargebotene Hand Aargau/Solothurn, Postfach, 5001 Aarau, 062 824 84 44. https://www.143.ch/regionalstellen/aargau-solothurn/

Bild: Die ehemalige und die neue Präsidentin am Rotarylauf. Foto: Quelle: 143.ch – Die Dargebotene Hand Aargau/Solothurn