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In England wurde Jerry Schupp aus Klingnau (Kantonsschule Wettingen) mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Foto: zVg

Schweiz an europäischen Informatik-Olympiaden - Goldmedaille für Kanti-Schüler aus Klingnau

(pd) Liegt die Schweiz in West- oder in Zentraleuropa? Ein Blick auf ihre jungen Informatik-Talente legt beides nahe. Letzte Woche waren die Gewinner*innen der Schweizer Informatik-Olympiade sowohl an der Zentraleuropäischen als auch an der Westeuropäischen Informatik-Olympiade am Start. In London regnete es Goldmedaillen, eine davon ging an Jerry Schupp aus Klingnau (Kantonsschule Wettingen).

 

Vom 23. bis am 29. Juni wurde in Brno, Tschechien, die 31. Zentraleuropäische Informatik-Olympiade (CEOI) ausgetragen. Am Wochenende fand dann zum zweiten Mal die neue Westeuropäische Informatik-Olympiade (WEOI) in London statt. Während sich in Tschechien eher Länder wie Polen, Slowenien oder Österreich versammelten, waren in London beispielsweise Spanien, Belgien oder Frankreich anwesend. Die Schweiz war mit je einem Team bei beiden Wettbewerben dabei, darunter zwei Aargauer: In England wurde Jerry Schupp aus Klingnau (Kantonsschule Wettingen) mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. In Tschechien war Ursus Wigger aus Aarau (Alte Kanti) dabei.

Elias Bauer, Yaël Arn und Jerry Schupp holten Gold - die ersten zwei sogar mit der vollen Punktzahl. Ferdinand Ornskov und Mark Neumann wurden mit Bronzemedaillen ausgezeichnet. “Wir sind sehr zufrieden mit der Schweizer Leistung”, meint die Freiwillige Charlotte Knierim, die die Jugendlichen nach England begleitet hat. Fünf Stunden tüftelten die Teilnehmenden der WEOI am Samstag an ihren Algorithmen. Daneben blieb während des kurzen Wochenendes noch ein wenig Zeit für Vorträge und Spiele.

In Tschechien standen währenddessen neben zwei fünfstündigen Wettbewerbstagen auch abwechslungsreiche Aktivitäten wie Museumsbesuche, Schifffahrten oder Bouldern auf dem Programm. Für eine Medaille reichte es nicht, doch die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. “Es gibt natürlich immer Verbesserungspotential, aber ich bin sehr zufrieden mit meinem Resultat. Bronze wäre cool gewesen, aber ich hatte sowieso nicht mir einer Medaille gerechnet”, meint Informatik-Lehrling Kimi Löffel, der die beste Punktzahl des Teams erreichte. “Ich hatte eigentlich viel schwierigere Aufgaben erwartet, die ich sowieso nicht lösen kann.”

Die Informatik-Olympiade sei nicht ganz so praktisch wie die Lehre, meint Kimi. “Aber man baut trotzdem von Grund auf ein Programm, das schlussendlich ausgeführt werden kann und nicht nur aus theoretischen Überlegungen besteht.” Sein Kollege Lionel Müller meint, beim Programmieren sei er ganz im “Flow” und merke gar nicht, wie die Zeit vergeht - besonders während des Wettbewerbs. Beide Berufsschüler möchten später mal Data Engineering an der Berner Fachhochschule studieren. Linus VandeVondele und Ursus Wigger arbeiten aktuell auf ihre Matura hin. Vor ihren Schulabschlüssen wollen aber alle vier CEOI-Teilnehmer noch einmal an der Informatik-Olympiade teilnehmen. Linus hat ein klares Ziel: Nächstes Jahr möchte er an der Internationalen Informatik-Olympiade teilnehmen, die grosse Schwester der europäischen Regionalwettbewerbe.

Bild: In England wurde Jerry Schupp aus Klingnau (Kantonsschule Wettingen) mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Foto: zVg