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Teilnehmerinnen am Runden Tisch der Aargauer Frauenorganisationen. Foto: zVg
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Runder Tisch der Aargauer Frauenorganisationen: Care-Arbeit – unsichtbar und wertlos?

(gh) Der seit 20 Jahren bestehende «Runde Tisch der Aargauer Frauenorganisationen» beschäftigte sich an der letzten Zusammenkunft mit dem Thema der Care-Arbeit.

Die vor allem von Frauen geleistete Betreuungsarbeit soll mehr Sichtbarkeit und mehr Anerkennung erhalten, darin waren sich alle Vertreterinnen der anwesenden Organisationen einig. Die Betreuungsarbeit liegt im toten Winkel der Ökonomie. Zwei Drittel der geleisteten Arbeit erscheint nicht in den Statistiken der wirtschaftlichen Leistungen. Personen die unbezahlte Care-Arbeit leisten, können nicht in die Altersvorsorge einzahlen und sind so häufig von Altersarmut betroffen. Eine zweite Ungerechtigkeit leisten wir uns dadurch, dass vor allem Personen mit Migrationshintergrund in den schlecht bezahlten Branchen wir Reinigung, Pflege, Gastronomie und Detailhandel arbeiten.
Die Care-Arbeit braucht Sichtbarkeit und Wertschätzung. Die bekannten ökonomischen Modelle müssen neu gedacht werden. Alle erbrachten Arbeiten sind Arbeiten, insbesondere auch die vor allem von Frauen erbrachte Sorgearbeit. Care-Arbeit wird am 13. Juni 2026 in der Aarauer Markthalle zum Thema gemacht, auch am Brugger Stadtfest im August und am Feministischen Streik 2027 sollen diese gesellschaftlich wichtigen Dienstleistungen ins Bewusstsein geholt werden. Die Mainstream-Ökonomie muss hinterfragt beziehungsweise es muss darüber hinaus gedacht werden. 

Bild: Teilnehmerinnen am Runden Tisch der Aargauer Frauenorganisationen. Foto: zVg