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Regio Basiliensis: Zwischen Piste und Politik

(pd) Anlässlich ihrer 63. Generalversammlung am 28. April stellte die Regio Basiliensis zentrale Zukunftsfragen der Dreiländerregion in den Fokus. Dabei betonte sie insbesondere die Bedeutung leistungsfähiger Verkehrsnetze für Mobilität, wirtschaftliche Dynamik und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in einer der am stärksten vernetzten Grenzregionen Europas.

Leistungsfähige Verkehrsverbindungen sind eine zentrale Voraussetzung für Austausch, Mobilität und wirtschaftliche Entwicklung in der Dreiländerregion und zugleich Ausdruck der engen Zusammenarbeit am Oberrhein. Der EuroAirport, der dieses Jahr sein 80-jähriges Bestehen feiert, ist ein europaweit einzigartiges Beispiel gelebter binationaler Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Frankreich. Als gemeinsamer Flughafen steht er sinnbildlich für die enge Verflechtung der Region und zeigt, wie grenzüberschreitende Kooperation konkret funktioniert. Diese enge Verflechtung endet jedoch nicht an der regionalen Ebene: Sie ist eingebettet in die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. Für die Schweiz sind verlässliche und stabile Beziehungen zur EU zentral für Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft gerade in Grenzregionen wie der Nordwestschweiz.
«Gerade in unserer Grenzregion zeigt sich, wie eng die Schweiz mit Europa verflochten ist. Stabile und verlässliche Beziehungen zur Europäischen Union sind deshalb entscheidend für unsere wirtschaftliche Stärke und wissenschaftliche Exzellenz», betont Präsidentin Dr. Kathrin Amacker.
Mit dem vom Bundesrat verabschiedeten Paket «Bilaterale III» sollen die Beziehungen zur Europäischen Union stabilisiert und weiterentwickelt werden. Die Regio Basiliensis unterstützt diesen Ansatz, da er verlässliche Rahmenbedingungen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit schafft und die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit der Region stärkt. Wie zentral diese Beziehungen sind, zeigt sich auch in aktuellen politischen Debatten: Die Abstimmung vom 14. Juni über die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» stellt mit der Personenfreizügigkeit einen zentralen Pfeiler des bilateralen Wegs infrage. Die Regio Basiliensis lehnt die Initiative deshalb ab, da sie die Grundlagen des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Schweiz gefährdet.
Mit dem neu lancierten Format «baseltalks – lasst uns Europa reden!», dessen zweite Aus-gabe am 29. Oktober 2026 stattfindet, engagiert sich die Regio Basiliensis zudem für einen offenen und sachlichen Dialog über die Zukunft der Beziehungen zwischen der Schweiz und Europa. baseltalks bringt führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft zusammen, um mit einer breiten Öffentlichkeit die zentralen Chancen und Her-ausforderungen der europäischen Kooperation zu beleuchten und zu diskutieren.

Paneldiskussion
Unter den Schlagworten «Verkehrsdrehscheibe, Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeber» diskutierten Tobias Markert, Direktor des EuroAirports, und Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, die Rolle des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg für die internationale Anbindung sowie für die wirtschaftliche Entwicklung und den Arbeitsmarkt der Region. Im Fokus standen die Bedürfnisse der Unternehmen, die Bedeutung des Secteur Suisse sowie aktuelle arbeits- und steuerrechtliche Fragen. Diskutiert wurden zudem politische Rahmenbedingungen, die Perspektiven eines Bahnanschlusses, die Rolle von Fracht und Aviatik sowie der Dialog mit der Zivilgesellschaft und den Anrainergemeinden. Einigkeit bestand darin, dass eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Verständigung entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand der Region bleibt.

Wahlen in den Vorstand
Neu in den Vorstand gewählt wurde Anja Huovinen, Leiterin Stab Direktionspräsidium und Head International Affairs der FHNW, als Nachfolgerin für Prof. Dr. Crispino Bergamaschi. Zudem wurden Präsidentin Kathrin Amacker sowie Nicola Yuste, Head of Swiss Public Affairs bei Novartis, in ihren Ämtern bestätigt.