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Wichtige Verlagsmitteilung

 

Fehlende Zeitung - fehlgeleitete Zustellung

FRICKTAL. Aufgrund eines Logistikfehlers bei der Post wurde ein Sammelbehälter mit den Donnerstagsausgaben der Neuen Fricktaler Zeitung/Fricktaler Woche/fricktal.info leider fehlgeleitet. Statt in Laufenburg landeten die darin enthaltenen Zeitungen in Lenzburg. Dies führte dazu, dass viele Leserinnen und Leser im Bezirk Laufenburg am Donnerstag keine Zeitung erhielten. Die Post entschuldigt sich für diesen Fehler, die Zeitungen werden am Freitag zugestellt.

Verlagsleitung

Pro Natura Aargau: «Richtplan sichert Natur, Wasser – und die Lebensgrundlagen künftiger Generationen»

(pn) Pro Natura Aargau hat ihre Stellungnahme zur laufenden Revision des kantonalen Richtplans (GÜP 2) eingereicht. Die Naturschutzorganisation begrüsst, dass der Kanton zentrale Vorgaben des Bundes zu Landschaft, Gewässern und Siedlungsentwicklung aktualisiert – und fordert Nachschärfungen zugunsten von Trinkwasser, Hochwasserschutz, Biodiversität und Boden.

«Der Richtplan ist das zentrale Instrument, um die Lebensgrundlagen auch für kommende Generationen zu sichern. Sauberes Trinkwasser, fruchtbare Böden, Schutz vor Hochwasser und vernetzte Lebensräume sind die Voraussetzung dafür, dass Menschen im Aargau gesund, frei und sicher leben können – heute und in Zukunft», sagt Matthias Betsche, Geschäftsführer Pro Natura Aargau und Grossrat: «Ein verlässlicher Richtplan schafft die Sicherheit, die wir dafür benötigen.» Der Richtplan legt fest, wie sich der Kanton räumlich entwickelt – wie wir wohnen, uns bewegen, wirtschaften und unsere Landschaft nutzen, heute und in Zukunft.

Trinkwasser sichern und Naturschutzgebiete stärken
Pro Natura Aargau verlangt, dass der Schutz des Grundwassers konsequent verstärkt wird und Eingriffe in Grundwassergebiete nur in klar begründeten Ausnahmefällen möglich sind. Zudem fordert die Organisation ein verbindliches Hochwasserschutz- und Revitalisierungskonzept für das Reusstal sowie eine stärkere ökologische Sicherung des Hallwilersees. Besorgt ist Pro Natura Aargau über Bestrebungen, kantonale Naturschutzgebiete zu verkleinern oder abzuschwächen. Diese Gebiete  bilden das ökologische Rückgrat des Kantons und bieten spezialisierten Arten oft die letzten geeigneten Lebensräume. Gleichzeitig filtern sie Wasser, kühlen die Landschaft, stabilisieren Böden und bieten Raum für Erholung. «Von starken Schutzgebieten profitieren Bevölkerung, Landwirtschaft und Standortqualität gleichermassen», so Betsche. In zahlreichen Fällen sollen bestehende Naturschutzgebiete trotz ausgewiesenem ökologischem Potenzial oder Nähe zu nationalen Schutzobjekten verkleinert werden. Dies steht im Widerspruch zu den eigenen kantonalen Fachgrundlagen, die ein deutliches Defizit an Kernund Vernetzungsgebieten ausweisen. Rückzonungen aufgrund eines heute mangelhaften Zustands sind fachlich nicht haltbar – sie zeigen vielmehr, wo Schutz und Pflege verstärkt
werden müssen.

Der Kanton Aargau weist gemäss eigener Fachanalyse ein deutliches Defizit an wertvollen Naturflächen auf. Für eine funktionierende ökologische Infrastruktur braucht es rund 3 % zusätzliche Kerngebiete und 3 % zusätzliche Vernetzungsgebiete, damit Wasser, Böden, Biodiversität und der Schutz vor Klimafolgen langfristig gesichert sind. Rückschritte bei bestehenden Schutzgebieten widersprechen dem ausgewiesenen Handlungsbedarf des Kantons.
Der Kanton ist gefordert, die ökologische Infrastruktur konsequent zu sichern und weiterzuentwickeln. Mehr Planungssicherheit für Gemeinden und Landwirtschaft Pro Natura Aargau betont, dass klare Leitplanken Konflikte vermeiden und langfristig Kosten
sparen. Wer heute Schutzräume streicht, riskiert morgen Schäden durch Hochwasser, sinkende Wasserqualität und neue Nutzungskonflikte. Pro Natura Aargau ruft dazu auf, den Richtplan als gemeinsames Zukunftsinstrument zu verstehen – zum Schutz von Mensch, Natur und wirtschaftlichen Grundlagen im Kanton Aargau.