(pd) Der Rhein-Wanderweg bei Pratteln bleibt wegen Verzögerungen beim Gebäuderückbau bis Ende Jahr gesperrt. Grund ist die Altlasten-Sanierung der Rheinlehne
Aufgrund einer stärkeren Bauschadstoffbelastung in einem der Gebäude werden umfangreichere Sanierungsmassnahmen nötig. Die ursprünglich auf Ende August vorgesehene Wiedereröffnung des gesperrten Abschnitts wird daher auf den 18. Dezember verschoben.
Bei der Rheinlehne in Pratteln wurde der Rhein-Wanderweg wegen Rückbauarbeiten der Gebäude zur Vorbereitung der Altlastensanierung auf einem Abschnitt gesperrt. Weil in einem der Gebäude mehr Bauschadstoffe angetroffen wurden als bisher erwartet, kann die Sperre nicht wie ursprünglich geplant Ende August, sondern erst Ende Jahr aufgehoben werden. Vor dem Rückbau
des Gebäudes werden die Bauschadstoffe in einer aufwändigen Arbeit sachgerecht entfernt und entsorgt.
Das Amt für Umweltschutz und Energie hat im Sommer 2023 die Sanierung des Geländes verfügt. In den letzten beiden Jahren wurde die Projektorganisation aufgebaut. Anfang Januar wurde mit den ersten Vorarbeiten der Sanierung begonnen: der Rodung von Buschwerk und der Durchführung zusätzlicher Untersuchungen. Die Rückbauarbeiten schliessen sich an diese Vorarbeiten an. Diese Arbeiten dienen der Vorbereitung der eigentlichen Sanierungsarbeiten: Mittels konventionellen Aushubs und Austauschbohrungen werden die belasteten Bereiche des Bodens vom Gelände entnommen und sachgerecht entsorgt. Die Belastung durch Arsen und andere organische Verbindungen des Areals Rheinlehne ist eine Folge der Farbstofffabrikation durch die Firma F. Petersen & Sichler. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellte sie hier den roten Textil-Farbstoff «Fuchsin» her.