(pd) Wie sieht die Zukunft der Energieversorgung aus Sicht der jungen Generation aus? Bereits zum dritten Mal beschäftigen sich Berufsschülerinnen und Berufsschüler aller Professionen im Stapferhaus im Rahmen des Projekts POWER AARGAU im Juli und September 2026 mit dieser Frage. Heute Donnerstag nahm Landammann Stephan Attiger an einem Workshop teil und tauschte sich mit den Jugendlichen über Energiethemen aus.
Nach dem Pilotprojekt im Jahr 2022 und einer Workshop-Serie im Jahr 2024 kommen auch dieses Jahr wieder rund 900 angehende Berufsleute im Stapferhaus in Lenzburg zusammen, das sich zu diesem Zweck in die «Power AG» verwandelt: die Zukunftswerkstatt des Energiekantons Aargau. Die jungen Leute sind dazu aufgerufen, innovative Ideen für den Umgang mit Energie zu entwickeln. Eine Fachjury des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) würdigt die beste Idee mit einem Preis.
Austausch mit Landammann Stephan Attiger
Landammann Stephan Attiger, Vorsteher des BVU, tauschte sich heute im Stapferhaus mit den Berufsschulklassen aus.«Die junge Generation ist am stärksten von den Konsequenzen der heutigen politischen Entscheidungen betroffen – auch im Energiebereich. Deshalb ist es wichtig, dass die Jugendlichen ihre Bedürfnisse und Ideen einbringen und aktiv mitdiskutieren können», erklärt Attiger. Aus diesem Grund wird der Kanton unter dem Label POWER AARGAU weiterhin Gefässe schaffen, um die junge Generation zum Thema Energiezukunft direkt anzusprechen und einzubeziehen. In seinem Landammann-Jahr sucht Stephan Attiger ausserdem in verschiedenen Veranstaltungen gezielt den Kontakt und den Austausch mit Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden auf allen Schulstufen.
Im Stapferhaus findet POWER AARGAU zwischen zwei grossen Themenausstellungen statt. Die Ausstellung über Gesundheit endete am 28. Juni, die neue zum Thema Sicherheit und Risiko eröffnet am 8. November 2026. Celia Bachmann, künstlerische Co-Leiterin des Stapferhauses, erläutert den Ansatz des Stapferhauses beim laufenden Energieprojekt: «In den Workshops erkunden die jungen Leute auf spielerische Art ihren persönlichen und beruflichen Umgang mit Energie. Uns ist es wichtig, sie zu ermutigen: ihre Ideen werden gehört, sie haben Möglichkeiten, die Zukunft mitgestalten», so Bachmann.
Die zweite Workshoprunde von POWER AARGAU findet vom 15. bis 22. September 2026 im Stapferhaus statt. Lehrpersonen, die an einer Teilnahme mit ihrer Klasse in diesem Zeitraum interessiert sind, finden alle Informationen auf stapferhaus.ch/power-aargau.
POWER AARGAU
Als traditioneller Energiekanton will der Aargau eine aktive Rolle spielen, um die energie- und damit auch die klimapolitischen Ziele von Bund und Kanton zu erreichen. Das angestrebte Ziel «Netto NullTreibhausgasemissionen bis 2050» hat grosse Auswirkungen nicht nur auf die Politik, sondern auch auf Wirtschaft und Gesellschaft – die Mitarbeit aller ist gefragt. Dazu sind – neben den Massnahmen auf politischer Ebene – die Vermittlung von Wissen im Energie- und Klimabereich sowie die Sensibilisierung und die aktive Beteiligung der Bevölkerung nötig. Zu diesem Zweck hat der Kanton im Jahr 2022 mit weiteren Organisationen das Projekt POWER AARGAU lanciert. Teile davon wurden im Jahr 2024 wiederholt und laufen dieses Jahr weiter. Das Projekt wird seit Beginn vom Stapferhaus in Lenzburg im Auftrag des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) umgesetzt.