(eing.) Palliative Care für alle Menschen zugänglich machen: Die Palliativ-Woche ’26 lädt vom 26. Oktober bis 1. November 2026 in Basel-Stadt und Baselland dazu ein, sich mit schwerer Krankheit, Lebensqualität und einem würdigen Lebensende auseinanderzusetzen.
Palliative Care betrifft alle. Wenn eine schwere Krankheit fortschreitet, geht es nicht allein um medizinische Behandlung, sondern auch um Lebensqualität, Selbstbestimmung und menschliche Nähe. Dennoch ist der Zugang zu palliativer Begleitung nicht für alle Menschen gleich selbstverständlich. Die Palliativ-Woche ’26 stellt deshalb die Frage ins Zentrum, wie alle Betroffenen und ihre Angehörigen die Unterstützung erhalten können, die ihren Bedürfnissen und Wünschen entspricht. Unter dem Motto «Miteinander – Füreinander» bietet die Aktionswoche ein vielfältiges Programm für die Bevölkerung, Fachpersonen, Betroffene und Angehörige. Vorträge und Podiumsgespräche, Ausstellungen, Filme und Theaterstücke, Begegnungsangebote und Kurse schaffen Raum für Information, persönliche Erfahrungen und den Austausch über Leben, Sterben und Trauer.
Palliative Care: für alle, von allen
Den Auftakt bildet am Montag, 26. Oktober, von 18.30 bis 20 Uhr der Eröffnungsanlass im Stadtsaal des Hotels Engel in Liestal. Unter dem Titel «Palliative Care für alle von allen: Was wurde erreicht, was bleibt zu tun?» diskutieren Fachpersonen aus Medizin, Pflege, Seelsorge und Politik über die heutige Versorgung und bestehende Herausforderungen. Themen sind unter anderem die Ausbildung, die Finanzierung, die Unterstützung von Angehörigen und die Koordination der Betreuung. Ein besonderes Augenmerk gilt Menschen, die aufgrund ihrer Lebenssituation, ihrer Herkunft oder anderer Barrieren bisher nur unzureichend Zugang zu Palliative Care haben. Denn eine würdevolle Begleitung am Lebensende soll unabhängig von Alter, sozialem Hintergrund und persönlicher Lebensgeschichte möglich sein.
Begegnungen, Wissen und praktische Unterstützung
Das Programm bietet zahlreiche Gelegenheiten, sich dem Thema auf unterschiedliche Weise zu nähern. Die Wanderausstellung «Zuhause sterben» in Liestal widmet sich mit einem attraktiven Rahmenprogramm der Begleitung zu Hause. In Basel laden Ausstellungen zum Leben und Wirken von Cicely Saunders, der Begründerin der modernen Hospizbewegung und Pionierin der Palliativmedizin, sowie das Kunstprojekt «Bevor ich sterbe, möchte ich…» zur persönlichen Auseinandersetzung ein. Ein weiterer Schwerpunkt sind die «Letzte Hilfe»-Kurse. Sie vermitteln Laien Grundwissen darüber, wie sie schwer erkrankte und sterbende Angehörige und Mitmenschen begleiten und unterstützen können. Während der Palliativ-Woche finden Kurse in Arlesheim, Basel, Gelterkinden und Riehen statt.
Teil einer schweizweiten Bewegung
Erstmals ist die Palliativ-Woche in der Region Basel in die schweizweite Initiative «endlich. menschlich – die Woche zum Leben mit dem Tod» eingebettet. Diese findet in elf Kantonen und allen Sprachregionen dieses Jahr gleichzeitig statt und möchte den gesellschaftlichen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer stärken.
Trägerschaft
Die Palliativ-Woche ’26 wird von einem breiten Netzwerk aus Gesundheitswesen, Altersarbeit, Seelsorge und sozialen Organisationen getragen. Sie setzt ein Zeichen für mehr Wissen, Offenheit und Solidarität – damit Menschen auch bei schwerer Krankheit und am Lebensende gut begleitet sind.
Das vollständige Programm und weitere Informationen: palliativ-woche.ch
Das Veranstaltungsprogramm als Infoblatt
Informationen über Cicely Saunders gibt es hier