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Die neue Geschäftsführerin Liliane Keller Würmli. Foto: zVg

Neue Geschäftsführerin der Krebsliga Aargau

(pd) An der Mitgliederversammlung der Krebsliga Aargau übergab Daniela Mustone nach 5 Jahren die Geschäftsführung an ihre Nachfolgerin Liliane Keller Würmli. Vor der MV lud das Paul Scherrer Institut die Mitglieder zu einer Führung und einem Referat zur radiopharmazeutischen Forschung ein.

Die Krebsliga Aargau war für ihre diesjährige Mitgliederversammlung zu Gast im Paul Scherrer Institut PSI in Villigen. Die interessierten Mitglieder erhielten eine exklusive Führung in die radiopharmazeutische Forschung und damit in eines der bedeutendsten Forschungszentren der Schweiz. Dazu bot das Visitor Center spannende Einblicke in die vielfältigen Forschungsbereiche des PSI. Das Fachreferat von Prof. Dr. Christina Müller mit Erläuterungen zu ihrer Arbeit im Bereich der gezielteren Bekämpfung von Prostatakrebs ergänzte das Programm. Anschliessend startete die Mitgliederversammlung.

Rückblick auf ein aktives Jahr
Das Jahr 2025 stand ganz im Zeichen von «Jede Geschichte zählt». Unter diesem Motto stellte die Krebsliga Aargau die persönliche Situation von Betroffenen und Angehörigen in den Mittelpunkt. Das Ziel ist, individuelle Lebensgeschichten sichtbar zu machen und Betroffene gezielt zu unterstützen.
Zudem engagierte sich die Krebsliga Aargau stark in der Prävention und Sensibilisierung, unter anderem mit dem Projekt «Pink n’ Blue Sound», einer Weiterentwicklung des «Pink Sound», mit dem Fokus auch auf den Prostatakrebsmonat im November. Zudem beteiligte sich die Krebsliga Aargau an der Initiative «PINK CUBE Test your Breast», die sich für die Stärkung der Brustkrebsprävention und Früherkennung in der Schweiz einsetzt.
Die Beraterinnen der Krebsliga Aargau haben 2025 insgesamt 679 Betroffene und Angehörige beraten, in über 2900 Beratungsstunden begleitet und mit finanziellen Beiträgen von rund 87'865 Franken entlastet. Auch der Pflegebettendienst blieb ein zentrales Angebot der Krebsliga Aargau. Im Jahr 2025 wurden 254 Betten für die Pflege zuhause vermittelt und das Angebot mit 71'542 Franken unterstützt.

Wechsel in der Geschäftsführung
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde Daniela Mustone, die die Krebsliga Aargau mit grossem Engagement geführt hat, mit einer Würdigung durch den Präsidenten, Prof. Dr. med. Christoph Mamot, verabschiedet. «Daniela Mustone hat die Krebsliga Aargau mit viel Wissen und Herzblut geführt. Wir haben die Zusammenarbeit mit ihr sehr geschätzt», so Mamot.
Die Krebsliga Aargau spricht Daniela Mustone ihren grossen Dank aus und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute.
Die Nachfolge von Daniela Mustone tritt Liliane Keller Würmli an. Sie wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung offiziell als neue Geschäftsführerin willkommen geheissen. Die 48-Jährige lebt mit ihrer Familie in Muhen und ist seit vier Jahren Teil der Krebsliga Aargau. In dieser Zeit war sie für die Bereiche Kommunikation und Fundraising verantwortlich. Davor war sie beim Spitex Verband Aargau tätig und als Geschäftsführerin eines nationalen Kulturverbands. Christoph Mamot freut sich: «Dass wir mit Liliane Keller Würmli eine interne Nachfolge finden konnten, war für uns ein Glücksfall.»
Für Liliane Keller Würmli steht fest, wohin die Entwicklung gehen soll: «Die Krebsliga Aargau ist ein festes Glied in der Versorgungskette für Krebsbetroffene im Aargau und muss noch nachhaltiger werden. Ich freue mich auf diese Aufgabe und auf die Zusammenarbeit mit dem Vorstand, dem Team der Geschäftsstelle und mit unseren Partnerinnen und Partnern im Aargau», sagt Keller Würmli.

Finanzlage: Herausforderungen im operativen Geschäft
Die Jahresrechnung 2025 zeigt ein differenziertes Bild: Dem Betriebsertrag von rund 1,15 Mio. Franken steht ein bereinigtes Finanzergebniss von -30'974 Franken gegenüber. Die Krebsliga Aargau bleibt damit grundsätzlich stabil aufgestellt, steht jedoch weiterhin vor finanziellen Herausforderungen.
Die Krebsliga Aargau finanziert rund 95 % ihrer Arbeit durch Spenden. Um ihre vielfältigen Angebote von Beratung über Pflegebetten und Gesprächsgruppen bis hin zu Präventions- und Forschungsprojekten auch künftig verlässlich erbringen zu können, ist sie weiterhin auf breite Unterstützung der Aargauerinnen und Aargauer angewiesen.

Bild: Die neue Geschäftsführerin Liliane Keller Würmli. Foto: zVg