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Mitte Aargau unterstützt BFGS-Standorte - fordert aber langfristige Perspektive

(dm) Die Mitte Aargau unterstützt grundsätzlich die geplanten Standorte der Berufsfachschule Gesundheit und Soziales (BFGS) in Suhr Südallee und Baden-Turgi sowie den neuen Standort der Höheren Fachschule Gesundheit und Soziales (HFGS) an der Buchserstrasse in Aarau. Gleichzeitig bestehen Vorbehalte hinsichtlich der langfristigen Grösse und der regionalen Erreichbarkeit.

In den kommenden 15 Jahren wird mit mehr als 4500 Lernenden an der BFGS gerechnet. Die vorgeschlagene Zweistandortstrategie mit Suhr und Baden-Turgi gewährleistet aus Sicht der Mitte grundsätzlich eine gute kantonsweite Abdeckung. Für einzelne Regionen – insbesondere das Fricktal und das Freiamt – entstehen teilweise deutlich längere Schulwege. Zudem stellt sich bei über 4500 Lernenden die Frage, ob zwei sehr grosse Schulstandorte langfristig die richtige Organisationsform sind. Die Mitte Aargau regt deshalb an, zusätzlich mögliche Standorte im Norden und Süden des Kantons zu prüfen.
Von zentraler Bedeutung ist zudem die zeitliche Abstimmung der Bauvorhaben. Der Standort Baden-Turgi muss aus Sicht der Mitte zwingend bis 2035 realisiert sein. Erst danach kann die heutige BFGS-Nutzung an der Südallee in Suhr vollständig verlagert und mit den vorgesehenen Bauarbeiten begonnen werden. Eine rechtzeitige Realisierung in Baden-Turgi verhindert zusätzliche Provisorien und kostenintensive Zwischenlösungen.

HFGS Aarau: klarer Mehrwert für Bildung und Gesundheitsversorgung
Die Mitte Aargau unterstützt den Standort der HFGS an der Buchserstrasse in Aarau. Die Nähe zum Kantonsspital und zu weiteren Partnern des Gesundheitswesens schafft ideale Voraussetzungen für eine enge Verbindung von Ausbildung und Praxis. Gleichzeitig ermöglicht der Standortwechsel von Suhr nach Aarau eine Rochade ohne aufwändige Zwischenlösungen.
Bei der weiteren Planung sollen deshalb ausreichende Flächenreserven und flexible Nutzungsmöglichkeiten vorgesehen werden. Angesichts des wachsenden Fachkräftebedarfs im Gesundheits- und Sozialwesen ist eine vorausschauende Planung entscheidend.
«Die Mitte Aargau unterstützt die Weiterentwicklung der Berufs- und höheren Fachschulen im Gesundheits- und Sozialbereich. Wir fordern aber gleichzeitig eine Planung, die nicht nur den heutigen Bedarf deckt, sondern auch die Entwicklung der nächsten Jahrzehnte berücksichtigt. Auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit den umliegenden Kantonen soll geprüft werden.», so Grossrat Jürg Baur.