(pd) Der Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Aargau (AGJA) hat gestern im Rahmen einer Mittagsveranstaltung im Grossen Rat in Aarau eindrücklich aufgezeigt, wie vielfältig und wirkungsstark die Kinder- und Jugendförderung im Kanton Aargau ist. Der Anlass fiel zeitlich mit der politischen Beratung zum Kinder- und Jugendhilfegesetz zusammen und bot einen authentischen Einblick in die Realität junger Menschen und der Fachstellen, die sie begleiten.
Während der Mittagspause wurde der Ratskeller des Regierungsgebäudes in eine Art Jugendtreffverwandelt: Mit einem Präventionsstand, einer Gaming-Area (analog und digital), einer Siebdruck- und 3D-Druckstation sowie einem offenen Begegnungsraum erhielten die Grossrätinnen und Grossräte einen praxisnahen Einblick in die Arbeitsrealität der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Ergänzt wurde das Programm durch ein jugendkulturelles Konzert der jungen Zofinger Band «Analysing Movement» auf dem Vorplatz des Gebäudes.
Ken Rüegg, Vorstandsmitglied der AGJA, betont: «Die Kinder- und Jugendförderung schafft Räume, in denen junge Menschen im Kanton Aargau sich ausprobieren, entfalten und beteiligen können. Das wir den Grossen Rat heute mitten in diese Realität hineinholen konnten, zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Politik und Praxis ist – gerade jetzt, wo entscheidende Weichen gestellt werden.»
Ziel der Veranstaltung war es, die Bedeutung der non-formalen Bildung, der Jugendkultur und der präventiven Arbeit sichtbar zu machen und gleichzeitig den persönlichen Austausch zwischen Politik, Fachpersonen und Jugendlichen zu ermöglichen. Dabei entstanden zahlreiche Gespräche über aktuelle Herausforderungen und Chancen der Kinder- und Jugendförderung im Kanton
Aargau.
Übergabe der Petition «Kinder- und Jugendhilfegesetz retten»
Bereits am Vormittag fand zudem die symbolische Übergabe der Petition «Kinder- und Jugendhilfegesetz retten» statt – gemeinsam mit den unterstützenden Fraktionen, welche die Petition politisch tragen. Die AGJA begleitete diesen Moment als fachliche Partnerin, um aufzuzeigen, wie wichtig eine klare gesetzliche Grundlage für die kantonale Kinder- und Jugendförderung wäre.
Der Entscheid des Grossen Rates, der Petition «Kinder- und Jugendhilfegesetz retten» zu folgen und die Arbeiten am Kinder- und Jugendhilfegesetz wieder aufzunehmen, wird von der AGJA sehr begrüsst. Damit anerkennt das Parlament die Notwendigkeit einer verbindlichen gesetzlichen Grundlage, welche die Qualität, Chancengerechtigkeit und Nachhaltigkeit der Kinder- und Jugendförderung im Kanton Aargau langfristig stärkt. Der Beschluss zeigt, dass die Anliegen der Fachwelt, Zivilgesellschaft und der unterstützenden Fraktionen Gehör gefunden haben.
Die AGJA setzt sich als kantonaler Dachverband seit vielen Jahren für die Stärkung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendkultur im Kanton Aargau ein. Sie vernetzt Fachpersonen, vertritt die Interessen junger Menschen und fördert die Qualitätsentwicklung von Angeboten, die zu einem gelingenden Aufwachsen beitragen.