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Miteinander sprechen statt scrollen
 – Die Junge Mitte Basel-Landschaft lanciert Volksinitiative «Handyverbot an Schulen»

(jm) Für mehr Konzentration, bessere Lernbedingungen und echte Pausen: Die Junge Mitte Basel-Landschaft hat heute ihre kantonale Volksinitiative «Handyverbot an Schulen» lanciert. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit und Lernqualität im Unterricht zu stärken, die mentale Belastung durch digitale Dauerpräsenz zu reduzieren und Schülerinnen und Schülern wieder mehr Raum für persönliche Interaktion im Schulalltag zu geben.

Die Initiative verlangt ein kantonsweit einheitliches Verbot der Nutzung privater elektronischer Geräte wie Mobiltelefone, Tablets oder Smartwatches für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe und der Sekundarstufe I während der Unterrichtszeit, einschliesslich der Pausen sowie bei schulischen Anlässen. Ziel ist es, die Schule wieder konsequent als Lern-, Erholungs- und Sozialraum zu stärken. Digitale Geräte führen im Schulalltag zunehmend zu Ablenkung, mentaler Abwesenheit und einer ständigen Reizüberflutung. «Der Unterricht lebt von Aufmerksamkeit und echter Beteiligung. Wenn Schülerinnen und Schüler ständig durch ihr Handy abgelenkt sind, leidet die Konzentration und damit der Lernerfolg. Kinder und Jugendliche verdienen optimale Rahmenbedingungen an der Schule», sagt Rahel Amacker, Co-Präsidentin der Jungen Mitte Basel-Landschaft.  

Mehr Miteinander in den Pausen
Auch in den Pausen zeigt sich die Herausforderung deutlich: Viele Schülerinnen und Schüler sind mit ihren Bildschirmen beschäftigt, statt miteinander zu sprechen, zu spielen oder Freundschaften zu pflegen. Wichtige soziale Erfahrungen gehen verloren. Die Schule hat einen besonderen Schutzauftrag. Wer hier bloss auf Eigenverantwortung setzt, unterschätzt die Problematik. Gerade Kinder und Jugendliche sind besonders anfällig für digitale Ablenkung und Übernutzung. «Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche in den Pausen wieder miteinander sprechen, spielen und Beziehungen pflegen können», sagt Rahel Amacker.  

Ausnahmen mit Augenmass
«Es braucht klare und einheitliche Regeln im ganzen Kanton. So schaffen wir Orientierung für Lehrpersonen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler und entlasten die Schulen im Alltag. Das stärkt auch die Qualität des Unterrichts», sagt Aaron Dec, Co-Präsident der Jungen Mitte Basel-Landschaft. Für Die Junge Mitte ist aber auch klar: Ein sinnvolles Verbot braucht klare Grundsätze, aber auch praktikable Ausnahmen. Lehrpersonen können private elektronische Geräte für einzelne Unterrichtssequenzen zulassen, wenn dies zur Umsetzung des Lehrplans angezeigt ist und einen pädagogischen Mehrwert bietet. Ebenso müssen wichtige persönliche Gründe berücksichtigt werden, insbesondere gesundheitliche Gründe oder private Notfälle. Damit bleibt der Unterricht flexibel und praxisnah, ohne die Grundregel infrage zu stellen.  

Unterschriftensammlung gestartet
Mit der heutigen Publikation im Amtsblatt des Kantons Basel-Landschaft ist die Unterschriftensammlung offiziell gestartet. Es handelt sich um die erste kantonale Volksinitiative, welche Die Junge Mitte Basel-Landschaft eigenständig als Jungpartei lanciert. «Für uns ist die Lancierung dieser Initiative ein bedeutender Moment. Wir wollen als Jungpartei Verantwortung übernehmen und uns aktiv für konkrete Verbesserungen im Kanton einsetzen», sagen die Co-Präsidenten Rahel Amacker und Aaron Dec.