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«Mein Leben mit HIV ist Fakt, kein Problem.»

(pd) «Mein Leben mit HIV ist Fakt, kein Problem.» Mit diesem Statement brechen junge Menschen mit HIV zum Welt-Aids-Tag auf Social Media Tabus und helfen Vorurteile abzubauen.

Der 1. Dezember erinnert seit 1988 an alle, die an den Folgen von HIV und Aids
verstorben sind und ruft auf zu einem vorurteilsfreien Miteinander mit den über 17’000 Menschen in der Schweiz, die mit HIV leben. Dieses Jahr verbindet die Aids-Hilfe beider Basel ihre Aktivitäten zum Welt-Aids-Tag mit einem Charity Anlass «Zischbar Spezial» gemeinsam mit «habs queer Basel» am 3. Dezember.
Dank medizinischer Fortschritte ist heute nicht HIV das Problem, sondern die damit verbundene Diskriminierung, die auf Vorurteilen infolge von Unkenntnis beruht. So weiss gemäss einer repräsentativen Umfrage über die Hälfe der Schweizer Bevölkerung nicht, dass Menschen mit HIV unter wirksamer Behandlung, das Virus nicht übertragen können – auch nicht beim Sex ohne Kondom. Denn eine korrekte Behandlung von Menschen mit HIV führt zur Verringerung der Virenkonzentration im Blut bis hin zur Unnachweisbarkeit und der damit verbundenen Unübertragbarkeit; kurz U=U. «Dieser Mangel an Wissen über die Realität von HIV ist das Problem! Deshalb ist die Information einer breiten Öffentlichkeit im Engagement gegen die Stigmatisierung von Menschen mit HIV so zentral», sagt Lukas Ottiger, Geschäftsleiter der Aids-Hilfe beider Basel (AHbB).
Für eine wirksame Therapie ist jedoch die Kenntnis des eigenen Status unabdingbar, weshalb regelmässige und niederschwellige HIV-Tests bei besonders exponierten Personengruppen so wichtig sind. «Dank vergünstigten Preisen haben sich in den Kampagnen-Monaten Mai und November über dreieinhalbmal so viel Menschen getestet, als in den übrigen Monaten», stellt Lukas Ottiger freudig fest und ergänzt: «Dies zeigt eindeutig, dass geringere Kosten die Bereitschaft für präventive Tests erheblich steigert.» Für dieses Testangebot ist die AHbB neben den staatlichen Geldern ebenfalls auf Spenden angewiesen. Deshalb veranstaltet die AHbB zusammen mit der Zischbar von habs queer Basel am Dienstag, 3. Dezember eine «Charity Zischbar Spezial», deren Erlös in die Angebote der AHbB fliessen wird.
Diese Zusammenarbeit erinnert auch an die Entstehung der AHbB, welche 1986 von einer Arbeitsgruppe der habs gegründet worden ist. Gemeinsam mit GayBasel setzen die Organisatorinnen ein Zeichen für die Solidarität mit und Unterstützung von Menschen mit HIV. Dazu verwandeln sie den Rossstall 2 der Kaserne Basel von 20 Uhr bis 02 Uhr in einen Ort des Miteinanders. Es gibt eine Tombola mit tollen Preisen, während DJ Waste the Light und DJ Stefan Steffen Stefanson für den richtigen Sound sorgen und Odette Hella’Grand
und Jeff van Phil mit ihren Drag Performances den Abend aufheizen