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Zaina Rahman, Elihu Bao, Maximilian Thiersch und Myles Willeke besuchen die Schweizer Botschaft in Baku. Foto: Schweizer Wirtschafts-Olympiade

Medaillen für junge Schweizer Wirtschaftstalente in Aserbaidschan

(pd) Aserbaidschan bereisen, Kontakte knüpfen und Wirtschaftswissen zeigen: Vom 20. bis 29. Juli nahmen junge Talente aus über 50 Ländern an der 8. Internationalen Wirtschafts-Olympiade in Baku teil. Das Schweizer Team sicherte sich neben vielen unvergesslichen Erfahrungen auch zwei Medaillen und zwei Ehrenmeldungen: Silber: Maximilian Thiersch, MNG Rämibühl (ZH); Bronze: Zaina Rahman, Collège du Léman (GE); Ehrenmeldungen: Elihu Bao und Myles Willeke, Kantonsschule Wettingen (AG), Alisher Ruziev, Institut Le Rosey (VD).

Die fünf Kandidat*innen haben im Mai am Finale der Schweizer Wirtschafts-Olympiade Tickets an die International Economics Olympiad (IEO) 2025 in Baku gewonnen. Dort erwartete sie nicht nur internationale Konkurrenz, sondern auch ein vielseitiges Kulturprogramm. Dazu gehörten unter anderem traditionelle Musik- und Tanzaufführungen, Museumsbesuche, eine Führung in der Altstadt und ein Ausflug zum Yanar Dağ (deutsch: «brennender Berg»), einer natürlichen Gasquelle, die seit Jahrhunderten ununterbrochen brennt.
Das Rahmenprogramm kam nicht zu kurz, trotzdem stand natürlich der Wettbewerb im Zentrum des Events. Dieser besteht aus zwei Einzelprüfungen zu Ökonomie und Finanzen sowie einem «Business Case», der als Team innerhalb von 24 Stunden erarbeitet und der Jury präsentiert wird. Leider gab es bei der ersten Einzelprüfung dieses Jahr technische Probleme, weshalb diese zwei Tage später mit neuen Fragen wiederholt werden musste. «Die Planänderungen und Wartezeiten sorgten für zusätzlichen Stress, aber das Team blieb positiv und hat das Beste aus der Situation gemacht», so die Teamleiter Adrien Zaradez und Silvan Thut.

Hier wurden die Einzelprüfungen geschrieben. Foto: Schweizer Wirtschafts-OlympiadeDer «Business Case» betraf dieses Jahr die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit eines Infrastruktur-Grossprojekts in Form einer Brücke oder eines Tunnels zwischen Kasachstan und Aserbaidschan, auch hinsichtlich technischer und ökologischer Aspekte. Die Schweizer*innen kamen zum Schluss, dass dieses Projekt nicht machbar und sinnvoll ist, und schlug als Alternative den Bau zweier Häfen in den beiden Ländern vor, zwischen welchen spezialisierte Schiffe Güter transportieren sollen.
«Ein besonderes Highlight war der Empfang in der Schweizer Botschaft in Baku durch den stellvertretenden Missionsleiter Guy Bonvin am 28. Juli. Wir erhielten spannende Einblicke über Aserbaidschan und dessen Verhältnis zu den umliegenden Ländern. Im Gegenzug erzählte die Schweizer Delegation von der Wirtschafts-Olympiade und insbesondere vom Business Case, welcher thematisch genau in Herrn Bonvins Fachgebiet fiel. Seine differenzierte Meinung dazu war sehr spannend zu hören», erzählen die Teamleiter.
Am 29. Juli kommen die fünf Champions zurück in die Schweiz. Wie geht es für sie weiter? Maximilian muss zurück ins Militär zu seiner Kompanie, welche ihn während der Olympiade kräftig angefeuert hat. Danach möchte er ein Studium an der HSG oder an der ETHZ verfolgen. Die anderen vier setzen nach den wohlverdienten Ferien ihre Ausbildung am Gymnasium fort. Nächstes Jahr wollen sie erneut an der Wirtschafts-Olympiade teilnehmen. Zaina, Elihu, Myles und Alisher und erhoffen sich die Chance, ihr diesjähriges Resultat an der IEO 2026 zu übertrumpfen.

Bilder
Erstes Bild: Zaina Rahman, Elihu Bao, Maximilian Thiersch und Myles Willeke besuchen die Schweizer Botschaft in Baku. Foto: Schweizer Wirtschafts-Olympiade
Zweites Bild: Hier wurden die Einzelprüfungen geschrieben. Foto: Schweizer Wirtschafts-Olympiade