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Klimarekorde im Aargau: GLP fordert endlich konsequentes Handeln bei fossilen Heizungen

(glp) Dieser Sommer hat dem Aargau vor Augen geführt, was Klimaerwärmung bedeutet: Rekordtemperaturen, aussergewöhnlich viele Hitzetage sowie extreme Trockenheit und Wassermangel. Die Natur, die Landwirtschaft, unsere Gesundheit und Lebensqualität leiden.
Unbedingt brauche es jetzt Massnahmen, so die GLP Aargau in einer medienmitteilung, um die Folgen des Klimawandels abzufedern. Es brauche Klimaanlagen in Schulen, es brauche regionale Wasserversorgungskonzepte. Es brauche Schwammstädte und Städte mit mehr Bäumen und kühlen Zonen. Aber wir müssten auch die Ursachen des Klimawandels angehen.

Neuauflage der Motion von 2022
Die GLP-Fraktion fordert deshalb mit der Neuauflage ihrer Motion von 2022, dass beim Ersatz einer Heizung keine fossilen Heizsysteme mehr eingebaut werden dürfen und bestehende fossile Heizungen bis 2040 durch erneuerbare Systeme ersetzt werden.
«Wir können nicht jedes Jahr über neue Klimarekorde staunen und gleichzeitig so tun, als könnten wir einfach weitermachen wie bisher», sagt Gian von Planta, Sprecher der GLP-Fraktion. «Klimaanpassung ist notwendig. Aber sie allein reicht nicht. Wir müssen auch die Ursache bekämpfen – und beim Heizen müssen wir im Kanton Aargau handeln.»
Die Motion verlangt klare gesetzliche Grundlagen: Beim Heizungsersatz sollen keine fossil betriebenen Heizungen mehr eingebaut werden dürfen. Bestehende fossile Heizungen sollen bis 2040 durch erneuerbare Heizsysteme ersetzt werden. Für besondere Situationen sollen Ausnahmen, etwa Härtefallregelungen oder Spitzenlastabdeckungen in Fernwärmeverbünden, möglich bleiben.
«Vor vier Jahren wurde diese Forderung abgelehnt. Heute sehen wir noch viel deutlicher, wohin uns das Zögern führt», so von Planta. «Die Frage ist deshalb auch eine politische: Wie viele Rekorde und wie viele Warnsignale braucht es noch, bis wir handeln?»

Beim Gebäudepark hat der Kanton Handlungsmöglichkeiten
Gebäude verursachen 20% der CO₂-Emissionen im Kanton Aargau. Während Verkehr, Industrie und Landwirtschaft in vielen Bereichen stark durch nationale Rahmenbedingungen geprägt sind, verfügt der Kanton beim Gebäudebereich über konkrete Handlungsmöglichkeiten.
Ein Ausstieg aus fossilen Heizungen ist dabei nicht nur eine Klimaschutzmassnahme. Er schafft auch Planungssicherheit für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, reduziert die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten und stärkt die regionale Wertschöpfung durch Investitionen in erneuerbare Heizsysteme und das lokale Gewerbe.