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KKL: Tiefste Kosten pro kWh seit Inbetriebnahme dank Rekordproduktion

(pd) Mit einer Produktion von netto 9753 GWh Strom und Kosten von nur 4,56 Rappen pro Kilowattstunde hat das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) im Berichtsjahr 2022 zwei neue Rekordmarken erreicht. Der Verwaltungsrat der Kernkraftwerk Leibstadt AG genehmigte den Jahresabschluss. Der Geschäftsbericht 2022 wird in den nächsten Tagen online verfügbar sein.

Das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) hat mit einer Nettoproduktion von 9753 Gigawattstunden (GWh) Strom die bisherige Rekordmarke aus dem Jahr 2013 (9692 GWh) um eindrückliche 61 GWh übertroffen. Das rekordhohe Produktionsergebnis ist das Resultat gezielter Investitionen in die Modernisierung der Anlage. Der im Jahr 2021 ersetzte Kondensator und das neue Reaktor­umwälzsystem haben bei gleichbleibender Reaktorleistung eine höhere Stromproduktion und einen tieferen Eigenverbrauch ermöglicht.

Rekordtiefe normalisierte Produktionskosten
Die operativen Betriebskosten lagen unter den Vorjahreswerten, was vor allem dank deutlich tieferen Aufwendungen für Material und Fremdleistungen bei einer im Vergleich zum Vorjahr erheblich kürzeren Jahreshauptrevision möglich war.
Die normalisierten Produktionskosten (ohne Performance-Schwankungen des Stilllegungs- und des Entsorgungsfonds) waren mit 4,56 Rp./kWh so tief wie noch nie seit der Inbetriebnahme. Im Vorjahr betrugen sie aufgrund des Produk­tionsunterbruchs von rund sechs Monaten für die Modernisierung der Anlage noch 10,12 Rp./kWh.

Negative Fondsperformance beeinflusst Jahresresultat
Die schwierige Situation auf den Finanzmärkten führte zu einer negativen Wertentwicklung der beiden Fonds für die Stilllegung und Entsorgung der Kernanlagen in der Höhe von 364,9 Mio. Franken. Im Vorjahr war diese noch mit 209,5 Mio. Franken positiv gewesen. Die Fondsperformance bewirkte im Berichtsjahr entsprechend höhere Jahreskosten von 880,6 Mio. Franken (Vorjahr: 340,6 Mio. Franken). Mit Einbezug der negativen Entwicklung der Fonds lagen die Produktionskosten 2022 trotz rekordhoher Stromproduktion mit 9,03 Rp./kWh über dem Vorjahreswert von 7,09 Rp./kWh.
Die Kernkraftwerk Leibstadt AG zahlte im letzten Jahr insgesamt 7,7 Mio. Franken in den Stilllegungs- und den Entsorgungsfonds ein (Vorjahr: 51,8 Mio. Franken). Die Festlegung der definitiven Jahresbeiträge 2022-2026 durch die Verwaltungskommission der beiden Fonds (STENFO) wird Mitte 2023 erwartet.
Für den sicheren und zuverlässigen Langzeitbetrieb wurden im Berichtsjahr insgesamt 58,2 Mio. Franken in anlagentechnische Verbesserungen, substanzerhaltende Massnahmen und Brennelemente investiert (Vorjahr: 87,3 Mio. Franken). Seit der Inbetriebnahme 1984 hat das KKL über 1,5 Milliarden Franken für die Instandhaltung, Erneuerung und Modernisierung der Anlage eingesetzt. Ende 2022 waren im Kernkraftwerk Leibstadt 471,4 Vollzeitstellen besetzt (Vorjahr: 497,5).

Verwaltungsrat verabschiedet Jahresabschluss
Der Verwaltungsrat der Kernkraftwerk Leibstadt AG hat den Jahresabschluss 2022 zuhanden der Generalversammlung vom 20. April 2023 verabschiedet.
Der ins Schweizer Netz eingespeiste Strom entspricht einem Siebtel der gesamten Schweizer Stromproduktio. Damit leistete das KKL einen wichtigen Beitrag zur klimaschonenden Stromversorgung der Schweiz.
Der Geschäftsbericht wird in den nächsten Tagen auf der Website www.kkl.ch aufgeschaltet.