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Keine gemeinsame stationäre Spitalinfrastruktur von Basel-Landschaft und Solothurn!

(eing.) Zum Thema einer möglichen gemeinsamen stationären Spitalinfrastruktur von Basel-Landschaft und Solothurn haben Thomi Jourdan (Regierungsrat und Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Kanton Basel-Landschaft), Susanne Schaffner (Regierungsrätin und Vorsteherin des Departements des Innern Kanton Solothurn), Barbara Staehelin (Verwaltungsratspräsidentin Kantonsspital Baselland – KSBL) und Marcel Müller (Verwaltungsratspräsident Solothurner Spitäler AG – soH) eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben, welche im Folgenden veröffentlicht wird.

«Die Berichterstattung der letzten Tage hat uns überrascht. Wir nehmen sie zum Anlass, folgende Punkte klarzustellen: Keine Anfrage, kein Angebot, keine Absicht. Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Anfrage oder ein Angebot für eine gemeinsame Spitalinfrastruktur, weder seitens der Solothurner Spitäler noch seitens der beiden Kantone. Das gilt für Aesch/Reinach ebenso wie für jeden anderen Standort. Es bestehen auch keine entsprechenden strategischen Absichten.

Sanierung der bestehenden Infrastruktur

Die Solothurner Spitäler haben im Januar 2026 mit der Sanierung des Standortes Dornach begonnen. Es handelt sich um eine Erneuerung der bestehenden Infrastruktur, was der Kanton Basel-Landschaft anerkennt. Der Regierungsrat Basel-Landschaft beantragt dem Landrat, an den Standorten Bruderholz und Liestal die bestehende Infrastruktur zu sanieren und zu erneuern. Der Kanton Solothurn anerkennt diese Absicht.

Dornach in der Spitalplanung der GGR BS/BL

Das Spital Dornach ist auf der Spitalliste der Gemeinsamen Gesundheitsregion Basel-Stadt/Basel-Landschaft (GGR BS/BL) und leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung nördlich des Jurabogens. Aufgrund seiner geografischen Lage muss der Kanton Solothurn seine eigene Spitalliste zusätzlich mit den Regionen Bern, Aargau und Jura abstimmen. Eine vollumfängliche Teilnahme an der GGR BS/BL ist deshalb nicht möglich. Die GGR BS/BL hat dafür Verständnis und begrüsst, dass Solothurn die Nordwestschweiz in seine Planung einbezieht. Umgekehrt beziehen die beiden Basel das Spital Dornach konkret in ihre gemeinsame Spitalliste ein und legen ihre gemeinsame Spitalliste ebenfalls den Nachbarkantonen vor.

Zusammenarbeit in der Versorgung

Die zuständigen Regierungsräte stehen im regelmässigen Austausch zur Gesundheitsversorgung, die Spitäler im betrieblichen Alltag. Zudem fahren die Rettungsdienste kooperativ und medizinisch geleitet alle Notfallstationen der Region an. Im Kontext des Rahmenkonzepts «Gesundheit BL 2030» haben Gespräche zwischen den zuständigen Regierungsmitgliedern zur gemeinsamen Stärkung der ambulanten Versorgung stattgefunden. Bei der Infrastruktur planen und investieren beide Seiten eigenständig, auf der Grundlage ihrer jeweiligen, mit den Nachbarkantonen abgestimmten Versorgungsplanung. Eine gemeinsame stationäre Spitalinfrastruktur, insbesondere ein gemeinsamer Neubau, war und ist nicht Teil dieser Gespräche.»