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«Kantonsrechnung 2025: Starkes Ergebnis – jetzt gezielt in Personal und Zukunft investieren», fordert die KASPV

(eing.) Der Kanton Aargau schliesst die Rechnung 2025 mit einem Überschuss von 345 Millionen Franken ab. Die KASPV (Verband des Aargauer Staatspersonals) nimmt dieses sehr gute Ergebnis mit Genugtuung zur Kenntnis. Es zeigt, dass der Kanton finanziell solide aufgestellt ist und die Verwaltung ihre Aufgaben effizient und verantwortungsvoll erfüllt.

Der Überschuss sei nicht zuletzt auch das Resultat der täglichen Arbeit der Kantonsangestellten, die mit ihrem Einsatz die Funktionsfähigkeit des Staates sicherten und einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität des Kantons leisteten, heisst es in der Medienmitteilung. Aus Sicht der KASPV eröffnet das Ergebnis einen wichtigen Handlungsspielraum. «Eine nachhaltige Finanzpolitik darf sich jedoch nicht allein auf den Ausbau von Reserven oder kurzfristige Entlastungen beschränken, sondern muss auch die langfristige Leistungsfähigkeit der Verwaltung sichern. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Konkurrenz durch Nachbarkantone und die Privatwirtschaft ist es entscheidend, dass der Kanton als Arbeitgeber attraktiv bleibt. Dazu gehören konkurrenzfähige Löhne, eine attraktive Altersvorsorge, zeitgemässe Arbeitsbedingungen sowie gezielte Investitionen in die Personalentwicklung und -bindung.»

Die KASPV erklärt, dass der geplante Ausbau der Reserven nachvollziehbar sei. Ebenso wichtig sei jedoch die gezielte Pflege des Systems. Nur mit ausreichend qualifiziertem und motiviertem Personal könne der Kanton seine Aufgaben auch künftig zuverlässig erfüllen. «Ein starker Staat braucht starke Mitarbeitende. Wer heute nur Reserven ausbaut, riskiert morgen Engpässe beim Personal. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um gezielt in die Attraktivität des Kantons als Arbeitgeber zu investieren», sagt Stefan Dietrich, Präsident der KASPV. In verschiedenen Bereichen wie Gesundheit, Bildung oder Justiz ist der Druck bereits heute spürbar, und die Rekrutierung von Fachkräften wird zunehmend anspruchsvoll. «Der Kanton steht in direkter Konkurrenz zu anderen Arbeitgebern – insbesondere zu den Nachbarkantonen und zur Privatwirtschaft. Wenn wir qualifiziertes Personal halten und gewinnen wollen, müssen die Rahmenbedingungen stimmen», ergänzt Geschäftsführer Fabio Iseini.

Die KASPV unterstützt eine verantwortungsvolle Finanzpolitik, die auch vorsieht, Reserven auszubauen. Gleichzeitig braucht es eine ausgewogene Prioritätensetzung. Investitionen in das Personal sind keine kurzfristigen Ausgaben, sondern eine zentrale Voraussetzung für stabile staatliche Leistungen, hohe Servicequalität und das Vertrauen der Bevölkerung in die Institutionen. Die KASPV erwartet deshalb, dass der vorhandene finanzielle Spielraum genutzt wird, um den Kanton Aargau als Arbeitgeber nachhaltig zu stärken und damit die Leistungsfähigkeit der Verwaltung langfristig zu sichern.

Die KASPV, die Konferenz der Aargauischen Staatspersonalverbände, setzt sich als Sozialpartnerin des Regierungsrats für die Interessen aller Staatsangestellten ein. Die Mitgliedsverbände der KASPV repräsentieren rund 10'000 derjenigen Menschen, die sich tagtäglich mit hohem Engagement für das Gemeinwesen und die Mitmenschen einsetzen, sei es im Bildungs- oder Gesundheitswesen, in der Sicherheit oder der zentralen Staatsverwaltung.