(gp) Die Grünen Aargau unterstützen die vorgeschlagene Aktualisierung des kantonalen Richtplans. Besonders positiv bewerten sie, dass die Siedlungstrenngürtel neu verstärkt als vielseitige Lebensräume verstanden werden: Sie tragen wesentlich zur Kühlung und Durchlüftung der Siedlungen bei, sichern Erholungs- und Sportflächen in Wohnnähe und erhalten wertvolle landwirtschaftliche Flächen. Damit gewinnen sie angesichts des Klimawandels und des hohen Nutzungsdrucks zusätzlich an Bedeutung.
Um den Richtplan noch zukunftsfähiger zu machen, regen die Grünen folgende Nachbesserungen an:
– Strassenraumaufwertungen: Tiefere Schwellenwerte würden es ermöglichen, dass mehr Quartiere und Dörfer von attraktiveren Strassenräumen profitieren. Die Grünen schlagen deshalb vor, empfohlene Aufwertungen bereits ab 4500 statt 8500 Fahrzeugen pro Tag vorzusehen und verbindliche Massnahmen ab 8500 statt 16’000 Fahrzeugen einzuführen.
– Öffentliche Bauten und Sportanlagen: Die Grünen setzen auf verdichtetes Bauen. «Sporthallen können problemlos mehrstöckig gebaut werden. So schonen wir Kulturland und schaffen dennoch die nötige Infrastruktur», sagt Grossrat Thomas Baumann. Die vorgeschlagene Einzonung von weiteren 25 Hektaren Grünfläche für öffentliche Bauten und Sportanlagen soll im Gegenzug durch konsequentes Bauen in die Höhe um die Hälfte reduziert werden.
– Speziallandwirtschaftszonen: Bei der Ausscheidung von Speziallandwirtschaftszonen und neuen Landwirtschaftsbetrieben sollen die Kriterien zu Landschafts- und Naturwerten, zur ökologischen Infrastruktur sowie zur guten Integration in die Landschaft wieder aufgenommen werden, und allenfalls Alternativstandorte geprüft werden.
– Grundwasser und Wasserversorgung: Der Richtplan weist mit den Wasserregionen in die richtige Richtung. Ergänzend empfehlen die Grünen, Planungsgrundsätze zu formulieren, die festlegen, wie die Grundwasserreservoire langfristig gespeist werden können, wenn die Gletscher als ursächliche Quelle der Grundwasserströme weggeschmolzen sind.