(pol) Im Kanton Aargau sind vermehrt falsche Handwerker unterwegs. Im Fokus der dreisten Diebe stehen insbesondere ältere Menschen, die der Überrumpelungstaktik nicht standhalten können.
Die Kantonspolizei Aargau warnt deshalb eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Obschon sich die meisten Betrugsmaschen längst ins Internet verlagert haben, existieren weiterhin sogenannte analoge Betrugsformen, die per Telefon, Brief oder direkt an der Haustür begangen werden. In den vergangenen Tagen traten im Kanton Aargau Hausierer und falsche Handwerker wieder vermehrt in Erscheinung.
Die Täter gehen dabei planmässig und äusserst dreist vor. Sie klingeln an der Haustür und versuchen unter einem Vorwand, Zugang zur Wohnung zu erlangen. Dabei nutzen sie gezielt das Überraschungsmoment aus und setzen die betroffenen Personen gleichzeitig unter erheblichen Druck. So geben sie etwa vor, den Stromzähler ablesen zu müssen oder kurz die Toilette benutzen zu wollen, um folglich Zutritt zur Wohnung beziehungsweise zum Haus zu erhalten. Während eine Person die Bewohnerinnen und Bewohner der Liegenschaft in ein Gespräch verwickelt und ablenkt, durchsucht ein Komplize unbemerkt die Räumlichkeiten nach Wertgegenständen. Nachdem die vermeintlichen Handwerker die Örtlichkeit verlassen haben, stellen die Geschädigten nicht selten fest, dass Bargeld, Schmuck oder Bankkarten fehlen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, die durch das entschlossene und selbstsichere Auftreten der Täter
verunsichert werden und sich dadurch beeinflussen lassen.
Echte Hausierer und Handwerker, die unangemeldet an der Haustür erscheinen, sind heutzutage selten geworden. Die Kantonspolizei Aargau mahnt daher zur Vorsicht: «Gehen Sie nicht auf Gespräche mit verdächtigen Personen ein und lassen Sie sich an der Haustür
weder zu einem Kauf noch zur Erteilung eines Auftrags überreden. Angebote sowie genannte Preise sind stets mit besonderer Sorgfalt zu prüfen. Unterschreiben Sie keine Dokumente, deren Inhalt Sie nicht vollständig verstanden haben, insbesondere wenn dabei Zeitdruck ausgeübt wird. Gewähren Sie fremden Personen grundsätzlich keinen Zutritt zu Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus und bewahren Sie keine grösseren Mengen an Bargeld zu Hause auf. Schliessen Sie im Zweifelsfall die Tür und wählen Sie umgehend den Polizeinotruf 117.»