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Die Demonstranten wiesen auf die katastrophalen Folgen der Klimakrise hin. Foto: zVg

Juso und Grüne Aargau: «Verantwortliche für Klimatote müssen zur Verantwortung gezogen werden»

(juso/jg) Nach den tödlichen Unwettern in Graubünden, im Wallis und im Tessin haben Aktivist*innen vom Klimastreik, den Jungen Grünen und der JUSO heute Freitag in Baden protestiert. Sie machten klar, dass solche Katastrophen eine Folge der Klimakrise sind. «Das muss deshalb klar benannt werden und die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft müssen endlich konsequente Massnahmen zum Schutz aller einführen», schreiben die Juso und die Jungen Grünen Aargau in einer gemeinsamen Medienmitteilung.

Heute Mittag versammelten sich in Baden Vertreter*innen des Klimastreiks und der Jungen Grünen sowie der JUSO Aargau. Sie verteilten Kartonschilder und Transparente und legten sich auf den Boden. Mit einem sogenannten “Die-In” machten sie so auf die direkte Gefahr für Menschenleben durch die Klimakrise aufmerksam.

Zerstörung ist Folge der Klimakrise

In Misox, im Maggiatal und an verschiedenen Orten im Wallis starben Menschen, Dörfer wurden evakuiert und viele Häuser und Strassen zerstört. «Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer und den Betroffenen dieser Katastrophe. Extremwetterereignisse, wie sie die Schweiz aktuell erlebt, sind eine direkte Folge der globalen Erhitzung», meinte Mechthild Mus, Co-Präsidentin der Jungen Grünen. Dies zeigten auch Prognosen der Schweizer Klimaszenarien 2018.

Verantwortliche benennen

Die Jungparteien: «Seit Jahren gehen der Klimastreik in der Schweiz und Menschen weltweit auf die Strasse gegen die andauernde Verbrennung fossiler Brennstoffe. Konzerne, Parlament und Bundesrat ignorieren dabei die völkerrechtlich verbindliche 1,5-Grad-Grenze des Pariser Abkommens und das EGMR-Urteil, welches das Menschenrecht auf Klimaschutz deutlich begründet. Der Schweizer Staat, Rohstoffkonzerne, Banken, Rückversicherungen und Zementkonzerne heizen die Klimakrise weiter an und sind für Millionen von Klimatoten weltweit verantwortlich - und das nun auch in der Schweiz.»

«Glencore, Holcim, Shell, Rösti, Jositsch, Burkart und Co. haben unsere Mitmenschen auf dem Gewissen. Weil sie die fossile Zerstörung weiter vorantreiben, sterben Menschen in der Schweiz und weltweit», sagt Meli Del Fabro, Vorstand der JUSO Aargau. Die Schweiz und auch der Kanton Aargau müssten endlich griffige Massnahmen durchsetzen, welche sich den Interessen und Bedürfnissen der Menschen nicht der Mächtigen und ihren Profiten beugten.

Bild: Die Demonstranten wiesen auf die katastrophalen Folgen der Klimakrise hin. Foto: zVg