(juso) International ist das Recht auf Abtreibung unter Beschuss und die Schweiz ist davon nicht grundlegend verschont. Ab heute, dem 18. Februar, stehen christliche Fundamentalist*innen für 40 Tage vor dem Universitätsspital Basel und beten für das Leben ungeborener Föten und ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Die Juso beider Basel haben mit Kreide und Transparenten dieses Gebet gestört um klarzustellen, dass sichere Abtreibungen ein Menschenrecht ist.
Wi die Juso in einer Medienmitteilung schreiben, beginnen heute «die antifeministischen 40 Tage für das Leben». Dabei würden sich Fundamentalist*innen das Recht nehmen, durch aufdringliches Beten Personen, die sich für eine Abtreibung entscheiden, zu bedrängen und von ihrer Entscheidung abzubringen. «Die Forderung, dass eine sichere Abtreibung in Zukunft verboten sein sollte, ist falsch und zutiefst diskriminierend. Sie sprechen somit Menschen mit Uterus das Recht ab, über ihren eigenen Körper zu entscheiden», sagt Rachele Betschart, Co-Präsidentin der Juso Basel-Stadt. «Es kann nicht sein, dass Fundamentalist*innen weiterhin die Bühne für Ihre antifeministischen Aktionen bekommen! Gerade in einer Zeit, in der weltweit Rückschritte im Queerfeminismus gemacht werden, ist es wichtig, standhaft für ‹my body, my choice› einzustehen.»
Wie die Juso wieter schreiben, soll laut Organisator*innen ihr «friedliches Gebet» den Personen, die vor einem Schwangerschaftsabbruch stehen, Kraft geben. «Dieses Gebet gibt keine Kraft, sondern ist ein missionarisches Handeln, welches die Entscheidungsfreiheit einschränkt. Dieses misogyne Verhalten muss aufhören. Wir werden uns weiterhin für das Recht und die Stärkung von sicheren und zugänglichen Abtreibungsmöglichkeiten einsetzen»", fügt Eva Weinbacher, Vorstandsmitglied der Juso Basel hinzu.
Mit einer lautstarken Aktion wehrte sich die Juso beider Basel gegen das antifeministische Auftreten der Abtreibungsgegner*innen. Mit Kreiden und Transparenten wurde klargemacht, dass solche Positionen nicht toleriert werden können.
«Die Schweiz darf nicht dieselben Rückschritte machen wie beispielsweise die USA. Statt Abtreibungen zu kriminalisieren, brauchen wir präventive Lösungen: kostenlose Verhütungsmittel und einen inklusiven, feministischen Sexualkundeunterricht», sagt Yannick Herold, Co-Vizepräsident der Juso Baselland.