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JUSO Baselland/Schweiz zum Rücktritt von Lea Blattner aus Co-Präsidium der JEVP

(juso)  Wie die JUSO Baselland und die JUSO Schweiz in einer Medienmitteilung schreiben, hätten sie mit tiefer Erschütterung den Rücktritt von Lea Blattner aus dem Co-Präsidium der JEVP Schweiz zur Kenntnis genommen.

Seit ihrem Outing im letzten Jahr sei Blattner mit queerfeindlichem Hass aus ihren eigenen Reihen konfrontiert gewesen und habe Morddrohungen erhalten, wie sie in den Sozialen Medien publik machte. Die Juso fordert die EVP Schweiz auf, diese Vorfälle lückenlos aufzuarbeiten, die Queerfeindlichkeit in den eigenen Strukturen zu bekämpfen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.
Lea Blattner, noch amtierende Co-Präsidentin der jungen Evangelischen Volkspartei Schweiz (Junge EVP) hat mit einem Statement in den sozialen Medien ihren Rücktritt als Co-Präsidentin der jungen EVP Schweiz, sowie aus dem Parteivorstand der EVP Schweiz und dem Kantonalvorstand der EVP Baselland verkündet. Blattner hat sich vor einem Jahr am Lesbian Visibility Day als lesbisch geoutet – seither sei sie mit queerfeindlichem Hass, Ablehnung aus ihren eigenen Reihen konfrontiert, dazu seien anonyme Morddrohungen gekommen. «Das Outing von Blattner war extrem mutig und die Reaktionen darauf machen fassungslos», meint Mirjam Hostetmann, Präsidentin Juso Schweiz und dass 2026 noch solche Zustände in einer Partei geduldet und unter den Tisch gekehrt würden, erschüttere sie zutiefst. Es werde klar, wie queere Frauen auch heute noch in die Unsichtbarkeit gedrängt würden.
Queerfeindliche Vorfälle hätten in den letzten Jahren enorm zugenommen, es wäre die Aufgabe aller Parteien, gegen Hass und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft vorzugehen. Die EVP Schweiz mache das Gegenteil, dulde Hass und Diskriminierung in den eigenen Reihen und biete somit Nährboden für Gewalt und Radikalisierung, schreiben die Juso. Janine Oberli, Präsidentin Juso Baselland, äussert sich empört dazu: «Es ist untragbar, was Blattner laut ihrer Schilderung erleben musste und sie wird wohl nicht die einzige sein. Wer Hass und Ausgrenzung innerhalb der eigenen Strukturen nicht aktiv bekämpft, macht sich mitschuldig an deren Folgen!»
Die Juso Baselland und die Juso Schweiz fordern die Evangelische Volkspartei auf, diesen Vorfall lückenlos aufzuarbeiten und in Zukunft eine Null-Toleranz-Policy gegen Queerfeindlichkeit zu führen. Dafür müssten entsprechende Konsequenzen gezogen und bestehende Strukturen verändert werden. Die Juso Baselland und die Juso Schweiz würden diesen Prozess beobachten und sie fordern andere Parteien auf, dasselbe zu tun. Die Jungpartei wünscht Blattner alles Gute auf ihrem weiteren Weg.