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Juso Aargau «verklagt» Kanton Aargau – im Schauspiel

(juso) Zum heutigen internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, dem 3. Dezember, «verklagt» die Juso Aargau den Kanton Aargau in einem Schauspiel. Die Aargauer Jungsozialist*innen wollen damit auf ihre, heute lancierte, Petition aufmerksam machen Diese fordert die Umsetzung der bereits ratifizierten UNO-Behindertenrechtskonvention.

Der Kanton Aargau wurde angeklagt - zumindest im Schauspiel, welches Mitglieder der JUSO Aargau vor dem Aargauer Grossratsgebäude aufführten. Die JUSO klagt an, dass der Kanton Aargau kaum Anstrengungen unternimmt, um die UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) umzusetzen.
Die JUSO Aargau kritisiert am heutigen internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen – dem 3. Dezember, die erschreckende Realität im Kanton Aargau bezüglich der Rechte von behinderten Menschen betrifft. So sei der Kanton Aargau noch weit entfernt von der Umsetzung der UNO-BRK, die die Schweiz 2014 ratifizierte. Die Konvention fordert Selbstbestimmung sowie gleichberechtigte Teilhabe für behinderte Menschen.
Elias Erne, Mitglied des Projektvorstands Anti-Ableismus sagt: «Es ist beschämend, wie wenig der Kanton Aargau in den letzten Jahre bei der Umsetzung der UNO-BRK unternommen hat. In einigen Bereichen, wie der Bildung, macht der Kanton sogar grosse Rückschritte.»
Angesichts der Fakten überrascht es kaum, dass der Kanton Aargau im Schauspiel der Juso verurteilt wurde. Gleichzeitig machten die Jusos am Ende ihrer Inszenierung noch auf eine Petition aufmerksam, welche die Juso am 3. Dezember im Rahmen ihres Projekts Anti-Ableismus lanciert.
Diese fordert, dass der Kanton Aargau eine Aktionsgruppe erstellt, in welcher behinderte Expert*innen einen Plan zur schnellstmöglichen Umsetzung der UNO-BRK erarbeiten. Dieser Aktionsplan ist dann für den Kanton Aargau verbindlich in der Umsetzung.
Loredana Nigro, Mitglied des Projektvorstands, meint: «Spezialklassen, 2. Arbeitsmarkt, kaum selbstbestimmtes Wohnen - das alles sind gravierende Verstösse gegen die UNO-BRK. Es braucht dringend einen vebindlichen Plan, um das zu ändern!»