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JUSO Aargau reicht Petition bei Staatskanzlei ein

(juso) Gestern Mittwoch reichte die JUSO Aargau anlässlich des Disability Pride Month 561 Unterschriften bei der Aargauer Staatskanzlei ein, um den Kanton zu einer schnellen Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention aufzufordern. Gleichzeitig stellt die Petitionseinreichung auch das Ende des Projekts Anti-Ableismus der Aargauer JUSO dar.

Seit dem 3. Dezember – dem internationaler Tag von Menschen mit Behinderungen – sammelte die JUSO Aargau Unterschriften für ihre Petition, dass der Kanton Aargau die UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) möglichst schnell umsetzen soll. Gestern reichten JUSO-Mitglieder insesamt 561 Unterschriften für diese Petition bei der Aargauer Staatskanzlei ein.

Die UNO-BRK hat das Ziel behinderten Menschen die gleichen Rechte zu gewähren wie nicht-behinderten Menschen. 2014 ratifizierte die Schweiz diese Konvention. Die JUSO Aargau kritisiert, dass der Kanton Aargau seither sehr wenig unternommen hat, um diese Konvention umzusetzen. Als Beispiele nennen die Jungsozialist*innen etwa die Lebensbereiche Arbeit, Wohnen und Mobilität. Ausserdem habe der Kanton Aargau in einzelnen Bereichen gar Rückschritte gemacht. Dies beispielsweise bei der Bildung, wo insbesondere ab dem Schuljahr 2026/2027 die Separation stark zunimmt.

Elias Erne, Projektvorstandsmitglied, sagt: «Die Petition fordert bloss das absolute Minimum. Wir behinderte Menschen fordern hiermit nur unsere Rechte ein, die uns seit Jahren zustehen!»

Die Petition wurde pünktlich zum Start des Disability Pride Month, der jedes Jahr im Juli stattfindet, eingereicht. Gleichzeitig stellt die Petitionseinreichung auch das Ende des rund einjährigen Projekts zum Thema Anti-Ableismus dar. In diesem Projekt konnten sich die JUSO-Mitglieder an Bildungsveranstaltungen weiterbilden. Gleichzeitig konnte die JUSO Aargau auch mit mehreren Aktionen öffentlichkeitswirksam aufzeigen, wo behinderte Menschen täglich Diskriminierung erfahren.

Lorre Nigro, Vorstand JUSO Aargau, meint: «Unser Projekt ist zu Ende, doch unser Kampf gegen Ableismus geht weiter - konsequent, antikapitalistisch und voller Sprengkraft!»