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Juso Aargau: Keine Asylpolitik auf Kosten der finanziell Schwachen

(juso) «Der Kanton Aargau versagt nicht nur in der Asylpolitik, sondern zugleich auch in der Wohnraumpolitik; Es ist nicht akzeptabel, dass die Wahl zwischen einer Asylunterkunft und bezahlbarem Wohnraum getroffen werden muss. Der Kanton Aargau muss in der Lage sein, Asylsuchenden eine Unterkunft bereitzustellen, ohne dass armutsbetroffene Menschen und Familien ihre Wohnungen verlieren, heisst es in einer Medieninformation.»

Und weiter: «Der Kanton Aargau möchte 49 Personen, welche grösstenteils armutsbetroffen sind, die Wohnung kündigen, um aus den Liegenschaften eine Asylunterkunft für etwa 100 Asylsuchende zu schaffen.»
«Es ist dringend nötig, mehr menschenwürdige Asylunterkünfte zu schaffen, jedoch ist es nicht akzeptabel, dass dadurch langjährigen Mieter*innen, welche dazu noch armutsbetroffen sind, die Wohnungen gekündigt bekommen», erklärt Noctua Chen, Vorstandsmitglied der JUSO Aargau und wohnhaft in Windisch. Sowohl die Wohnungsnot als auch die ungenügende Asylpolitk des Kantons müssten verbessert werden; jene Problematiken würden aber nicht durch die Gegenübersetzung der Probleme und den marginalisierten Gruppen, welche davon betroffen sind, gelöst. Vor allem wenn es innerhalb des Kanton Aargaus Gemeinden, wie beispielsweise Oberwil-Lieli, gibt, welche sich bis heute weigerten Unterkünfte für Geflüchtete bereit zu stellen und sich per Bussen freikauften.

Zudem werde durch die Entscheidung des Kantons auch die Akzeptanz von asylsuchenden Menschen geschädigt, obwohl diese nichts für die Fehlentscheide der Aargauer Regierung beigetragen haben. «Jene Fehlentscheide sind gefundenes Fressen für die politische Rechte, um weiterhin ihre Hetzkampagnen gegen Asylsuchende zu befeuern», führt Anastasija Petrušić, Co-Präsidentin der JUSO Aargau, aus. «Die Wahl zwischen Asylunterkünften und günstigem Wohnraum ist nicht eine, welche wir treffen dürfen; erst recht nicht in einem reichen Land wie der Schweiz. Es muss beides möglich sein.»