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Juso Aargau entsetzt über Neonazi-Aufmarsch

(juso) Die JUSO Aargau seigt sich entsetzt über den Aufmarsch von Neonazis in Aarau und ruft zum Gegenprotest auf.

Am Samstag sind rund 20 Neonazis mit menschenverachtenden Motiven in Aarau aufmarschiert. Dass so etwas passieren könne, so die Juso, zeige klar: Faschismus sei eine Gefahr, die es zu bekämpfen gelte. Die JUSO Aargau fordert Massnahmen und ruft heute Montag zur Kundgebung auf.
Nachdem vergangene Woche die SVP in übler Weise Mieter*innen gegen Asylsuchende ausgespielt habe, sei am Samstag eine offen rechtsextrem auftretende Gruppe gefolgt. Die JUSO zeigt sich entsetzt. Menschenverachtende und in diesem Fall spezifisch rassistische Hetze dürfe keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Deshalb war die JUSO auch in Aarau und hat mit einem Transparent ein antifaschistisches Zeichen gesetzt. Darauf stand: «kein Fussbreit dem Faschismus!»
Für die JUSO ist klar: Faschistische Ideologien dürfen keine Plattform erhalten. Das heisse unter anderem, dass diese medial nicht unkritisch und kontextlos verbreitet, noch bagatellisiert werden dürften. Dass die Verharmlosung von Faschismus extrem gefährlich sei  und zu Gewaltverbrechen führe, sei erwiesen – umso wichtiger sei es, klare Stellung dagegen zu beziehen. Anastasija Petrušić, Co-Präsidentin der JUSO Aargau meint: «Rechtsextreme Gewalt ist ernst zu nehmen und darf nicht durch Herunterspielen verschleiert werden!» Die Regierung des Aargaus und der Schweiz müsse sich klar gegen den Faschismus stellen. Dies bedeute auch, faschistische Bewegungen schnell zu unterbinden.
Die institutionelle Politik sei jedoch kläglich an der Prävention von Faschismus gescheitert. Es sei die Aufgabe aller, sich bedingungslos gegen den Faschismus zu stellen. Gleichzeitig schaffe sie es auch nicht, eine Politik zu machen, welche dem Faschismus die Grundlage entziehe.
Deshalb fordert die JUSO Aargau:
1. Eine präventive, vertiefte Auseinandersetzung mit dem Faschismus und seinen Ideologien in unserem Bildungssystem.
2. Bezahlbaren Wohnraum in der Schweiz, unabhängig von Einkommensstand und sozialem Hintergrund.
3. Engagierte Umsetzung von menschenwürdigen Asylunterkünften schweizweit.
4. Einen anderen Umgang der Medien mit Rechtsextremismus, der die falsche Ausgewogenheit vermeidet, Faschismus zu verharmlosen, die Problematik des Rechtsextremismus klar beim Namen nennt und den Gruppierungen nicht für die eigene mediale Reichweite eine Bühne bietet.
Die JUSO Aargau ruft deshalb zur Kundgebung gegen den Faschismus auf; heute Montag, 6. März, um 18.30 Uhr in Aarau, auf dem Bahnhofsplatz. Eine Bewilligung ist beantragt.