Ein Produkt der  
Die grösste Wochenzeitung im Fricktal
fricktal info
Verlag: 
Mobus AG, 4332 Stein
  Inserate: 
Texte:
inserat@fricktal.info
redaktion@fricktal.info
Fricktalwetter
Bedeckt
5.4 °C Luftfeuchtigkeit: 82%

Sonntag
0.1 °C | 6.7 °C

Montag
-0 °C | 6.9 °C

Hendschikerstrasse, Lenzburg. Foto: zVg

Jungfreisinnige sorgen für Blitzerwildwuchs im Kanton Aargau

(jf) Überall im Kanton Aargau hängen plötzlich Blitzer – zumindest auf Plakaten. Mit einer auffälligen Aktion machen die Jungfreisinnigen Aargau auf das aufmerksam, was es ihrer Meinung nach zu verhindern gilt: den Blitzerwildwuchs.

So mancher Autofahrer wird sich am Montag gewundert haben, weshalb plötzlich so viele Blitzer im Kanton Aargau hängen. Die Jungfreisinnigen Aargau sind ausnahmsweise für diesen Blitzerwildwuchs verantwortlich. Rund acht Wochen vor dem Abstimmungssonntag haben über zwei Dutzend Jungfreisinnige im ganzen Kanton Plakate an Kandelabern aufgehängt. Dabei hängen an verschiedenen Zentren und Strassenabschnitten massenweise Plakate von Blitzern. Bereits beim Aufhängen seien die Plakate auf grosse Aufmerksamkeit und Zustimmung gestossen, schreiben die Jungfreisinnigen in einer Medienmitteilung. Sie versuchen damit aufzuzeigen, dass man eben einen solchen unverhältnismässigen, willkürlichen und teils schikanösen Blitzerwildwuchs im Kanton Aargau mit der zur Abstimmung stehenden Volksinitiative «Blitzerabzocke stoppen!» die rote Karte zeigen möchte.
Die Forderung der Initiative ist klar: Mit einer Bewilligungspflicht sollen stationäre Blitzer zwar zur Verkehrssicherheit beitragen, jedoch nicht wie bis anhin für rein finanzielle Beweggründe missbraucht werden. «Kontrollen sollen auch weiterhin möglich sein – jedoch gelten, wie für den Bürger, auch Regeln für den Staat. Kontrollen dürfen nicht als geheime Einnahmequelle zweckentfremdet werden», meint Etienne Frey, Präsident der Jungfreisinnigen Aargau.
Die Bewilligungspflicht soll sicherstellen, dass die Überwachungsanlagen gezielt zur Verbesserung der Sicherheit eingesetzt und nicht als Einnahmequelle missbraucht werden. Wie eine Interpellation von Grossrat Tim Voser zeige, schaffen fest installierte Blitzer nicht mehr Sicherheit. Vielmehr zeigten die Zahlen das Gegenteil. In diese Richtung habe sich auch schon die Kantonspolizei geäussert. Etienne Frey, Präsident der Jungfreisinnigen Aargau, folgert daraus: «Das zeigt, Blitzer werden zurzeit nicht dort eingesetzt, wo sie wirken, sondern wo sie viel Geld eintreiben. Das würde sich mit unserer Volksinitiative ändern.»
Neben den reinen «Blitzerplakaten» haben die Jungfreisinnigen Aargau auch eine Vielzahl von Plakaten aufgehängt, welche die Kernbotschaften wie «Sicherheit statt Schikane», «Kontrollieren statt Kassieren» und «Wirksamkeit statt Willkür» der Volksinitiative verbildlichen sollen. Die Jungfreisinnigen Aargau sind optimistisch, dass neben dem Regierungsrat und dem Grossen Rat auch die Bevölkerung dieser ausgewogenen Vorlage zustimmen wird.

Bild: Hendschikerstrasse, Lenzburg. Foto: zVg