(pd) Das Argovia Beizlifest war trotz des schlechten Wetters ein grosser Erfolg. Für die Jungfreisinnigen Aargau ist die Forderung nach einer Bewilligungspflicht für solche Anlässe unverständlich. Die Jungpartei erwartet vom Regierungsrat und dem Grossen Rat, dass der Forderung eine klare Absage erteilt wird.
Der Kanton Aargau rangiert gemäss dem Freiheitsindex von Avenir Suisse bei der Dauer der Baubewilligungen auf einem besorgniserregenden Platz 18. Verfahren für Baubewilligungen können sich also über Monate, wenn nicht Jahre hinziehen, insbesondere dann, wenn Beschwerden im Raum stehen. Tim Voser, Präsident der Jungfreisinnigen Aargau meint: «Die langen und aufwändigen Verfahren würden nicht nur die Planungen und Durchführungen solcher Anlässe erheblich erschweren, sondern könnten viele Organisatoren abschrecken und letztendlich dazu führen, dass die Festkultur im Aargau ausstirbt.» Der Organisationsaufwand für Anlässe wie dem Argovia Beizlifest ist bereits heute enorm. Wenn sich teils ehrenamtlich engagierte Personen noch mit Beschwerden und Rechtsverfahren auseinandersetzen müssen, dann ist unsere kulturelle Vielfalt im Kanton ernsthaft bedroht. Die Idee, Veranstaltungen wie das Argovia Beizlifäscht mit einer Baubewilligungspflicht zu belegen, zeigt die übertriebene Regulierungsfreude von Mitte-Links. Besonders enttäuschend ist, dass sich auch selbstdeklarierte bürgerliche Parteien wie GLP und Mitte dieser Bürokratielawine anschliessen und ihren linken Kern offenbaren. Diese Parteien erweisen der Freiheit einen Bärendienst. Die Jungfreisinnigen Aargau befürchten einen Dammbruch und fragen sich, wohin das führen soll.
Etienne Frey, Vorstandsmitglied der Jungfreisinnigen Aargau meint: «Heute ist es das Argovia Beizlifest, morgen sind es vielleicht schon Dorf- und Vereinsfeste, die ins Visier der Bürokraten geraten.» Müssen Bauern künftig die Heuballen bewilligen lassen, weil sich diese auf die Natur auswirken können? Muss man für jedes temporäre Toi-Toi-WC eine Bewilligung einholen? Wo zieht Links die Grenze? An Argumenten für mehr Auflagen, Gebote und Pflichten mangelt es dem linken Spektrum selten. Statt mehr Bürokratie zu schaffen, fordern wir einen Bürokratiestopp. Die Zahl von Avenir Suisse zeigt – die Baubürokraten stehen bereits jetzt im Schilf. Die Jungfreisinnigen Aargau fordern den Regierungsrat auf, diese absurde Forderung abzulehnen. Mit der Einführung solcher Regelungen zeigt sich erneut, dass die Bürokratie auf dem Vormarsch ist, angeführt von Parteien, die sich eigentlich für weniger staatliche Eingriffe aussprechen sollten.