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JGLP Aargau: Pflegesprechstunden gegen den Engpass im Gesundheitswesen

(jglp) Die Jungen Grünliberalen Aargau (JGLP Aargau) fordern Advanced Practice Nurses als erste Anlaufstelle in der Grundversorgung.

Vorgestern wurde bekannt, dass die Krankenkassenprämien 2027 im Kanton Aargau um durchschnittlich 5,6 % steigen. Das ist für immer mehr Menschen schlicht nicht mehr tragbar. Gleichzeitig steht die medizinische Grundversorgung insbesondere in ländlichen Regionen vor Herausforderungen. Der Mangel an Hausärzt:innen erschwert den Zugang zur Versorgung und erhöht den Druck auf die bestehenden Strukturen. Die JGLP Aargau fordert deshalb einen Systemwechsel hin zu mehr Effizienz.
Dazu möchte die Jungpartei im Aargau sogenannte Advanced Practice Nurses (APNs) einsetzen, wie es bereits in vielen Ländern der Fall ist. Bei APNs handelt es sich um hochqualifizierte Pflegefachpersonen mit einem Masterabschluss, die einzelne ärztliche Tätigkeiten übernehmen. Je nach Ausgestaltung des Modells gehören dazu Verlaufskontrollen, definierte diagnostische Tätigkeiten sowie Pflegesprechstunden. Diese Sprechstunden mit einer entsprechend weitergebildeten Pflegefachperson sollen als erste Anlaufstelle dienen, bevor die Patienten je nach Bedarf an eine Ärztin weitergeleitet werden.
Viele gesundheitliche Anliegen lassen sich gemäss der Jungpartei lösen, ohne einen Arzt beiziehen zu müssen. Bei Pflegesprechstunden handle es sich gewissermassen um einen «First-Level-Support». Ärzt:innen könnten dadurch von einfachen und wiederkehrenden Aufgaben entlastet werden und ihre Zeit den komplexen Fällen widmen. Vorhandene Kapazitäten würden gezielt eingesetzt und unnötige Konsultationen vermieden. Damit bestehe das Potenzial für eine effizientere und langfristig kostengünstigere Gesundheitsversorgung.
Gleichzeitig würde der Pflegeberuf durch die Weiterbildungsmöglichkeit zur APN attraktiver.
Im Kanton Waadt werden APNs bereits eingesetzt. Die JGLP Aargau fordert, die dort gemachten Erfahrungen detailliert zu prüfen und ein entsprechendes Modell auch im Aargau umzusetzen.