(pd) Mehr als 60 Beratungstermine seit Start des neuen Services: Das Projektteam von INFOBEST 4.0 | Service Zentrum Oberrhein stellt auf der Vollversammlung erste Zahlen vor.
Seit 1. Februar unterstützen zwei Kundenberaterinnen von INFOBEST Ratsuchende beim Ausfüllen ihrer Online-Anträge in grenzüberschreitenden Sachverhalten. So haben sie inzwischen über 60 Bürgerinnen und Bürgern bei individuellen Beratungsterminen helfen können. Inhaltlich ging es meist um Rentenanträge, wo Grenzgängerinnen und Grenzgängern oft nicht klar ist, welche Informationen im Antrag abgefragt werden oder welche Häkchen zu setzen sind. Aber auch zu Familienleistungen wie Kindergeld in Deutschland oder den französischen allocations familiales konnten die Beraterinnen die Fragen beantworten.
Die Sprachbarriere gerade bei bürokratischen Formularen, die oft sehr komplexen grenzüberschreitenden Antragsverfahren sowie fehlende Ansprechpersonen bei den nationalen Behörden machen den neuen Service für viele zu einer wertvollen Hilfe. «Ich weiss nicht, wie ich das allein geschafft hätte», ist ein häufiges Feedback der erleichterten Kundinnen und Kunden.
Diese Zahlen und Erfahrungen stellte das Projektteam heute auf der ersten Vollversammlung des trinationalen Projekts INFOBEST 4.0 | Service Zentrum Oberrhein in Strassburg vor. Auch bei der internen Weiterentwicklung des INFOBEST-Netzwerks in den Bereichen Koordination, Kommunikation und Digitalisierung verzeichnet das Projektteam erste Ergebnisse und Mehrwerte seit dem Projektbeginn Anfang Oktober 2023. Zum Beispiel konnten für das INFOBEST-Netzwerk neue gezielte Fortbildungen bei der Deutschen Rentenversicherung, der Familienkasse, der L-Bank Karlsruhe sowie bei der französischen Krankenkasse CARSAT und der Caisse d’Allocations familiales organisiert werden, die die Qualität der Bürgerberatung sichern.
Trinationale Zusammenarbeit aus Überzeugung
Zur Vollversammlung des gemeinsamen Projekts kamen Vertreterinnen und Vertreter aller rund 50 finanzierenden oder assoziierten Projektpartner aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz zusammen. In den Räumlichkeiten der elsässischen Gebietskörperschaft Collectivité européenne d’Alsace beschlossen sie die gemeinsame Governance zum Projekt. Die Überzeugung, dass die Weiterentwicklung der INFOBESTen sowie Bürgernähe und digitale Beratungsangebote unerlässlich sind, eint die ausserordentlich vielen Projektbeteiligten über die Grenzen hinweg.
Über INFOBEST 4.0
INFOBEST 4.0 ist ein trinationales Projekt, um die vier INFOBESTen am Oberrhein weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern, aber auch Unternehmen, Vereinen und Verwaltungen am Oberrhein mit bewährten wie auch innovativen Ansätzen bei allen grenzüberschreitenden Anliegen zuverlässig und umfassend weiterzuhelfen. Besonders berücksichtigt werden dabei Bedarfe im Bereich Digitalisierung sowie die immer komplexeren grenzüberschreitenden Fragestellungen. Die INFOBESTen sollen sich dadurch zu grenzüberschreitenden Service-Zentren entwickeln, wo Bürgerinnen und Bürgern nach der Beratung gleich mehrere digitale Verwaltungsdienstleistungen mit professioneller Unterstützung nutzen können.
Rund 60 Prozent der Projektkosten finanziert das europäische Förderprogramm Interreg Oberrhein. Über die Neue Regionalpolitik (NRP) kofinanziert auch die Schweizerische Eidgenossenschaft das Projekt. Die restlichen Kosten tragen die einzelnen Projektpartner:innen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz.