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Parolenfassung der Grünen Aargau. Foto: zVg

Grüne Aargau_: Nein zu Chaosinitiative und Rückblick auf Thementag Wasserzukunft Aargau

(gp) An ihrer Mitgliederversammlung vom 14. März in Aarau haben die Grünen Aargau die Parolen für die eidgenössische und kantonale Abstimmung vom 14. Juni gefasst. Im Anschluss widmeten sie sich am Thementag «Wasserzukunft Aargau» der Frage, wie der Kanton seine Gewässer und Lebensräume klimafit machen kann.

Klare Parolen für den 14. Juni
Die Mitglieder sagen deutlich Nein zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». Nationalrat Michael Töngi brachte es auf den Punkt: «Die Chaosinitiative isoliert uns innerhalb von Europa – wir brauchen gerade in der heutigen Zeit Partner und Zusammenarbeit.» Ebenfalls Nein sagen die Grünen zu den Änderungen des Zivildienstgesetzes und zur Veras-Vorlage. Die kantonale Volksinitiative «Bildungsqualität sichern! JETZT!» unterstützen sie mit einem überzeugten Ja.

Podium «Was können wir in unseren Gemeinden tun?» (von links): Hannah Wey (Umweltingenieurin, Einwohnerrätin Aarau), Christine Ziegler (Vorstand Grünr Aargau), Thomas Baumann (Agronom, Gemeinderat Suhr und Grossrat), Jacqueline von Arx (Geografin, Vorstand Grüne Küttigen Rombach). Foto: zVgWasserzukunft Aargau: anpacken statt abwarten
Trockene Böden, leere Brunnen, überflutete Keller – auch im Aargau ist Wasser längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Am Thementag «Wasserzukunft Aargau» zeigten drei Fachleute, was es braucht, um Lebensräume und Wasserversorgung klimafit zu machen.
Norbert Kräuchi, Abteilungsleiter Landschaft und Gewässer beim Kanton Aargau, ordnete ein, warum das Thema den Aargau besonders betrifft: «Zwei von drei Regentropfen, die in der Schweiz fallen, fliessen durch den Aargau. Unser Wasserhaushalt verändert sich bereits – wir müssen jetzt die Zukunft denken und entsprechend handel.»
Ueli Sieber vom Tiefbauamt Winterthur zeigte, wie die Stadt mit ihrem Schwammstadt-Konzept Regenwasser zurückhält statt ableitet. Sein Fazit: «Schwammstadt ist eine riesige Chance für die Siedlungsentwicklung. Aber sie braucht Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg. Es muss nicht perfekt sein, Hauptsache wir fangen an.»
Wie das ganz praktisch aussieht, demonstrierte Daniela Eichenberger vom Schweizerischen Fischerei-Verband: Im Projekt «Fischer schaffen Lebensraum» werten Freiwillige mit einfachsten Mitteln – Totholz, Kies, Muskelkraft – Bäche wie die Uerke in Unterentfelden auf. «Für erste Aufwertungen braucht es oft keine komplizierten Lösungen, sondern vor allem eine gute Idee, engagierte Menschen und die nötige Bewilligung. So können einfache, abgestimmte Massnahmen rasch zu einer wirksamen Soforthilfe für Gewässer werden.»
Einig waren sich alle: Es braucht Zusammenarbeit über die gewohnten Kreise hinaus, zwischen Gemeinden, Fischereivereinen, Gewerbe und Naturschutzorganisationen. Am anschliessenden Podium mit den drei Lokalpolitiker:innen Hannah Wey, Thomas Baumann und Jacqueline von Arx wurde diskutiert, wie dieser Brückenschlag vor Ort gelingen kann.
Die Grünen gingen mit vielen konkreten Ideen nach Hause und mit dem Vorsatz, in ihren Gemeinden eigene Projekte für lebendige Gewässer anzustossen.

BIlder
Erstes Bild: Parolenfassung der Grünen Aargau. Foto: zVg
Zweites Bild: Podium «Was können wir in unseren Gemeinden tun?» (von links): Hannah Wey (Umweltingenieurin, Einwohnerrätin Aarau), Christine Ziegler (Vorstand Grünr Aargau), Thomas Baumann (Agronom, Gemeinderat Suhr und Grossrat), Jacqueline von Arx (Geografin, Vorstand Grüne Küttigen Rombach). Foto: zVg