(gp) «Sommer wie dieser werden häufiger und intensiver. Wir müssen jetzt die Lehren daraus ziehen», schreiben die Grünen in einer Medienmitteilung.
Diesen Sommer haben es alle gesehen und gespürt: Der Klimawandel ist im Aargau angekommen. Der Sommer 2026 war ausserordentlich heiss und ist noch immer ausserordentlich trocken. Der Kanton hat sich teilweise auf solche Situationen vorbereitet – mit dem Klimakompass und diversen Fachplanungen. Und doch hat dieser Sommer gezeigt, dass der Aargau noch nicht überall gut angepasst ist: In Klassenzimmern, Pflegeheimen und Spitälern wurde es für viele unerträglich heiss. Seit Wochen gilt die höchste Waldbrand-Gefahrenstufe mit absolutem Feuerverbot, aus mehreren Bächen darf kein Wasser mehr entnommen werden und das Kernkraftwerk Beznau musste wegen zu warmer Aare vom Netz. Hinzu kommen die Schäden, die bleiben: an Wäldern, an Gewässern und an Ökosystemen, die sich von einem solchen Sommer über Jahre nicht erholen.
«Sommer wie dieser werden häufiger und intensiver. Wir müssen jetzt die Lehren daraus ziehen – und gleichzeitig alles dafür tun, dass es nicht noch schlimmer kommt», sagt Mirjam Kosch, Fraktionspräsidentin der Grünen.
Die Grünr Fraktion reicht deshalb eine Interpellation ein. Sie will vom Regierungsrat wissen, welche Lehren er aus diesem Sommer zieht – für die Wasserversorgung, den Wald, die Landwirtschaft, die Gewässer, die Gesundheit, die Siedlungen und den Umgang mit Naturgefahren. Wo besteht kurz- und mittelfristig Handlungsbedarf? Was ist mit Bereichen, die in der kantonalen Anpassungsstrategie bisher nicht explizit vorkommen, etwa dem Schulbetrieb und der Energieversorgung? Und wo brauchen die Gemeinden Unterstützung? Viele Massnahmen gegen Hitze und Trockenheit treffen sie, und viele stehen dabei vor denselben Fragen.