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Grüne Aargau: Mehr Wasser statt weniger Steuern

(gp) Der Regierungsrat senkt den Steuerfuss erneut – und vertagt gleichzeitig wirkungsvolle Massnahmen gegen Hitze und Trockenheit. Für die Grünen Aargau ist das die falsche Reihenfolge.

Seit Mitte Juni sind die meisten Aargauer Bäche für Wasserentnahmen gesperrt, Fische mussten umgesiedelt werden oder sind gestorben. In mehreren Gemeinden ist das Bewässern verboten, die Wiesen sind vertrocknet und die Wälder leiden. Das ist kein Szenario für 2050, das ist der Sommer 2026.
Der Regierungsrat hat das Problem theoretisch erkannt: Die kantonale Wasserstrategie liegt seit Juni vor. Doch mit der Umsetzung lässt er sich Zeit. Während die Steuersenkung ab 1. Januar 2027 wirkt, soll der Massnahmenplan zur Wasserstrategie erst noch erarbeitet werden. Tiefere Steuern sind dem Regierungsrat über 200 Millionen Franken pro Jahr wert. Für die Wasserstrategie stellt er nicht einmal zwei Millionen bereit.
«Wenn Bäche austrocknen, Gemeinden das Wasser rationieren und Bäume absterben, dann brauchen wir keine Steuersenkung, sondern Investitionen. Dieser Sommer ist kein Ausreisser, sondern ein Vorgeschmack – und wir investieren zu wenig, um darauf vorbereitet zu sein», sagt Mirjam Kosch, Fraktionspräsidentin der Grünen.
Es brauche keine weiteren Pilotprojekte. Wir müssten jetzt flächendeckend handeln: Bäume pflanzen, Flächen entsiegeln, Regenwasser zurückhalten und Bäche revitalisieren. Und es brauche endlich wirkungsvollen Klimaschutz. Denn wir wollen keine 50-Grad-Sommer. Kurzfristig koste das Geld. Langfristig koste uns jedes verlorene Jahr ein Vielfaches davon. «Der Aargau hat die Mittel – er setzt sie
falsch ein.»
Zum weiteren Investitionsbedarf im Kanton siehe Medienmitteilung der GRÜNEN vom 21. August 2025:
Grüne fordern Investitionen in Menschen und Umwelt statt Steuergeschenke - GRÜNE Aargau