(gp) Die Grünen Aargau fordern eine grundlegende Überarbeitung der geplanten Lohnabzüge in der Revision des Lohndekrets Lehrpersonen (LDLP) und der Anstellungs- und Lohnverordnung (VALL).
Im Gegensatz zu anderen Kantonen werde der Aargau noch länger unter einem Mangel an Lehrpersonen leiden. Unbefristete Abzüge von 15 Prozent bei fehlender Voll- oder Teilqualifikation und 5 Prozent bei Teilqualifikation gefährdeten die Personalgewinnung und erhöhten das Risiko, dass bereits tätige Lehrpersonen den Schuldienst verlassen. «Wer engagierte Lehrpersonen halten will, muss ihnen eine finanziell tragbare, berufsbegleitende Nachqualifizierung ermöglichen. Dauerhafte Lohnabzüge schaffen keine Unterrichtsqualität», sagt Grossrätin Ruth Müri.
Die Grünen verlangen praxistaugliche Nachqualifikationswege und eine angemessene Anerkennung bisheriger Lernleistungen und Berufserfahrung. Für guten Unterricht brauche es zudem für alle Lehrpersonen regelmässige Weiterbildungen und Standortbestimmungen.
Schul- und Funktionswechsel dürften nicht finanziell bestraft werden. Der vorgesehene Verlust des Besitzstands bei einem Wechsel behindere die berufliche Entwicklung. Ebenso müsse Erfahrung aus anderen Funktionen der Volksschule bei der Lohneinstufung stärker zählen und nicht wie heute bestraft werden.
Die bezahlte Stellvertretung ab dem ersten Tag bei ganztägigen Absenzen und administrative Vereinfachungen begrüssen die Grünen ausdrücklich. Diese Massnahmen entlasteten die Schulteams.