(gp) Um durchschnittlich 7,1% werden die Krankenkassenprämien nächstes Jahr im Kanton Aargau steigen. «Schockierend, aber nicht unerwartet», schreiben die Grünen Aargau und weiter: «Unsere Parlamentarier*innen auf nationaler Ebene sind nicht in der Lage, die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen zu begrenzen.»
Zu viele Lobbyist*innen wurden und würden gewählt. Der jetzige Vorschlag des Ständerats, die Franchise (Selbstbehalt) zu erhöhen, zeuge vom Fehlen jeglichen Willens, auf der Kostenseite durchzugreifen. Leider habe das stimmende Volk die Einführung einer Einheitskrankenkasse abgelehnt. «Jetzt bezahlen wir für Werbung und die fürstlichen Gehälter für die Teppichetage der 51 Krankenversicherungen in der Schweiz», so die Grünen Aargau in ihrer Stellungnahme weiter: «Wir fordern eine nationale Spitalplanung. Der Föderalismus und Regionalismus im Gesundheitswesen ist einer der zentralen Kostentreiber.»
Aber auch seien alle sind gefordert: gesünder zu leben, sich gesünder zu ernähren und auch die Endlichkeit des Lebens zu akzeptieren.
Auf kantonaler Ebene werde jährlich diskutiert, wer wieviel Krankenkassenprämienverbilligung erhalten solle. «Wir Grünen setzen uns seit Jahren für eine Erhöhung dieser Verbilligung ein, der untere Mittelstand muss dringend entlastet werden. Die bürgerliche Mehrheit blockt regelmässig ab, obwohl die finanzielle Lage des Kantons eine moderate Erhöhung zulässt. Wenn schon der Wille zur Kostensenkung fehlt, soll zumindest derjenige Personenkreis, welcher die steigenden Kosten nicht finanzieren kann, vermehrt unterstützt werden.
Möglichst bald brauche es einkommens- und vermögensabhängige Krankenkassenprämien. Bis wann «Bern» das schaffen werde? Der nächste und hoffentlich erfolgreiche Schritt sei ein Ja zur einheitlichen Finanzierung der ambulanten und stationären (mit Übernachtung) Leistungen, Ja zu «EFAS» am 24. November. «Damit können wesentliche Fehlanreize endlich beseitigt werden», so die Grünen und: «Wir wünschen Ihnen allen gute körperliche und geistige Gesundheit!»