(gp) Die Grünen Aargau stimmen der Richtplananpassung für den Neubau der Kehrichtverwertungsanlage in Turgi zu. Es ist sinnvoll, die alte Anlage am gleichen Standort zu erneuern. Die Grünen begrüssen insbesondere den Ausbau der Fernwärme.
Die neue KVA Turgi wird «ccs-ready» gebaut, es können also später Anlagen zur Abscheidung und Speicherung von CO₂ dazu gebaut werden. Aus Sicht der Grünen wäre es erstrebenswert, hier schneller voranzugehen und die CO₂-Abscheidung noch vor der gesetzlichen Frist zu realisieren. Die CO₂-Abscheidung bei KVAs ist in jedem Fall sinnvoll, um letzte nicht vermeidbare Emissionen zu kompensieren und so netto null zu erreichen.
Doch auch wenn die Grünen die Fernwärmenutzung und die spätere CO₂-Abscheidung begrüssen, steht fest: Priorität muss sein Abfall zu vermeiden, zu recyceln und die CO₂-Emissionen in allen Sektoren zu senken. Aktuell werden in der Schweiz nur 6,9 % der verwendeten Rohstoffe recycelt, eine grosse Verschwendung von Ressourcen mit vielen negativen Folgen für Umwelt und Menschen. Die Grünen fordern deshalb, dass die Kreislaufwirtschaft konsequent umgesetzt und die Lebensdauer von Konsumgütern erhöht wird. Beispielsweise mit einem «Recht auf Reparatur» könnten Konzerne verpflichtet werden, Produkte langlebiger zu konzipieren.