(agv) Der AGV hat an der Präsidiumssitzung eine grundsätzlich positive Haltung zur Anhörung über das Kantonale Integrationsprogramm beschlossen (KIP). Das Präsidium erachtet aber die heutige Verteilung der Budgetmittel als noch nicht zielführend.
Positiv wertet das Präsidium, dass knapp 50% der Mittel in der Sprache/Kommunikationsförderung eingesetzt werden. Dies ist als Grundvoraussetzung für eine weitergehende Integration zu begrüssen. Dass aber knapp 1/3 der Gelder in Administration, Beratung, Erstinformation, Projektstellen, Abklärungsbedarf etc. fliessen, ist für das Präsidium nicht schlüssig. Information ist wichtig, aber es muss aus Sicht des AGV nach Lösungen gesucht werden, um diesen Posten zu kürzen und die Gelder vermehrt in der Ausbildung und Arbeitsmarktfähigkeit einzusetzen.
Dort ist nach Ansicht des AGV auch der zweite Schwerpunkt zu setzen. Erhöhung der Arbeitsmarktfähigkeit bei einem Stellenmarkt wie heute bedeutet eine de facto «Gratis» Integration auf dem Arbeitsmarkt. Diesbezüglich ist die heute bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen Integrations-Fachstellen und Arbeitslosenversicherung/Wiedereingliederungs-Fachstellen zu verstärken. So können mehr Mittel im Bereich Arbeitsmarktfähigkeit auch zu mehr Integration und eventuell sogar zu mehr einsetzbaren Fachkräften führen.
Insgesamt befürwortet das Präsidium die Erneuerung des Programms, erwartet aber eine noch stärkere Zusammenarbeit der Behörden, eine Fokussierung auf Sprache und Ausbildung/Arbeitsmarktintegration sowie eine Verschlankung bei den Informationen und administrativen Aufgaben.