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Geothermie im Aargau gewinnt an Fahrt

(eing.) Der Verein Geothermische Kraftwerke Aargau blickt an Generalversammlung optimistisch in die Zukunft.

An seiner Generalversammlung am 27. Mai in Aarau hat der Verein Geothermische Kraftwerke Aargau (VGKA) auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt. Im Zentrum standen die politischen Fortschritte, die zunehmende Aufmerksamkeit für die Geothermie sowie die gute Zusammenarbeit mit anderen Stakeholdern.
Besonders erfreulich ist aus Sicht des Vereins die Entwicklung auf kantonaler Ebene. Mit dem Geothermie-Kataster hat der Kanton Aargau eine wichtige Grundlage geschaffen, um das Potenzial der Geothermie sichtbar zu machen und Investitionen in konkrete Projekte zu erleichtern.
Auch politisch konnte die Geothermie wichtige Fortschritte erzielen. So hat der Grosse Rat ein Postulat zur Nutzung saisonaler Geothermie-Speicher überwiesen. Der Regierungsrat anerkennt darin das Potenzial thermischer Energiespeicher für die Energieversorgung der Zukunft.

AEW setzt Zeichen
«Im Kanton Aargau ist eine echte Aufbruchstimmung spürbar», freut sich Vereinspräsident Matthias Jauslin. «Geothermie kann einen wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen Energieversorgung leisten. Die Voraussetzungen, um dieses Potenzial künftig besser zu nutzen, sind heute deutlich besser als noch vor wenigen Jahren.» Zusätzlichen Rückenwind erhält die Technologie durch die jüngst bekannt gewordene Beteiligung der AEW Energie AG am Tiefengeothermieprojekt Haute-Sorne im Kanton Jura. Dies unterstreicht das wachsende Vertrauen in die technologischen Fortschritte und die langfristigen Perspektiven der Geothermie.

Vielversprechende Bohr-Technologien
Auch die beiden Fachreferate an der Generalversammlung machten deutlich, dass die Branche technologisch in Bewegung ist. Walter Haller von der High Speed Rock Drilling Company stellte neuartige Bohrverfahren vor, die das Potenzial haben, geothermische Projekte künftig effizienter und wirtschaftlicher zu erschliessen. Benedikt Kammermann präsentierte mit «Plasma-Pulse Geo-Drilling» einen innovativen Ansatz zur Weiterentwicklung von Bohrtechnologien. Die Referate zeigten auf, dass weltweit und auch in der Schweiz intensiv an Lösungen gearbeitet wird, um die Kosten zu senken und die Erschliessung geothermischer Ressourcen zu erleichtern – eine wichtige Voraussetzung für die breite Nutzung der Geothermie.
Für das laufende Jahr plant der Verein weitere Aktivitäten. Ein Schwerpunkt bildet ein gemeinsamer Informationsanlass mit dem Kanton Aargau zum Geothermie-Kataster, der am 27. Oktober in Aarau-Buchs stattfinden soll. Ziel ist es, das Potenzial der Geothermie noch besser bekannt zu machen und den Austausch zwischen Fachwelt, Politik und potenziellen Investoren zu fördern.