(pd) «Das Aargauer Stimmvolk hat gestern die Lohngleichheitsinitiative, die auch eine Fachstelle für Gleichstellung fordert, abgelehnt.», schreiben die frauenaargau.
Und weiter: « Wir sind enttäuscht, doch für uns ist klar: Die Notwendigkeit einer Fachstelle für Gleichstellung im Kanton Aargau bleibt bestehen. Zum Beispiel verdienen Frauen im Schnitt weniger als Männer. Das hat auch damit zu tun, dass die unentgeltliche Sorge-Arbeit noch immer zum grossen Teil von Frauen geleistet wird. Die Ablehnung der Initiative ändert jedoch nichts an den Fakten: Altersarmut bei Frauen, ungenutztes Potenzial und Strukturen, die neue Rollen innerhalb der Familien erschweren. Vorhandene Gleichstellungsgesetze werden zu wenig umgesetzt.
Der Kanton Aargau – der viertgrösste der Schweiz – ist seit der Abschaffung der Fachstelle im Jahr 2018 ohne zentrale Anlaufstelle, die Missstände analysiert, Massnahmen initiiert und Fortschritte sichert.
Gleichstellung ist kein Randthema, sondern Grundvoraussetzung für eine gerechte Gesellschaft. Wir erwarten, dass der Kanton Aargau Verantwortung übernimmt. Die Einführung einer kantonalen Fachstelle für Gleichstellung ist keine Frage der politischen Ausrichtung, sondern eine Pflicht gegenüber der gesamten Bevölkerung. Der heutige Entscheid mag ein Rückschlag sein – aber unser Ziel bleibt klar: Einen Aargau, in dem wir uns nicht nur ehrenamtlich für Gleichstellung einsetzen, sondern auch mit einer Fachstelle.