(gp) Die Grünen Aargau befürworten die Weiterführung des Förderprogramms Energie, kritisieren aber in der Anhörung, dass insgesamt weniger Geld zur Verfügung stehen soll.
Angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise und steigender Energiepreise wäre das fatal. Die Grünen Aargau fordern deshalb, dass der Kanton seine Förderbeiträge erhöht, damit auch weiterhin Fernwärme und Wärmepumpen in allen Gebäuden unterstützt werden können.
Grüne unterstützen Förderprogramm Energie
Noch immer sind viele Gebäude schlecht gedämmt und werden klimaschädlich mit Öl oder Gas beheizt. Der Gebäudesektor ist für rund ein Viertel der inländischen Treibhausgasemissionen und über 40 % des Energieverbrauchs verantwortlich. Die Grünen Aargau unterstützen deshalb, dass das Förderprogramm Energie im Aargau auch für die Jahre 2027 bis 2030 weitergeführt wird. Neben Vorschriften (wichtig wären z.B. ein Verbot neuer Öl- und Gasheizungen und Sanierungspflichten) ist die Förderung von Sanierungen und Heizungsersatz ein wichtiger Hebel für die Dekarbonisierung.
Heizungsersatz und Sanierungen haben viele Vorteile
Energetische Sanierungen und der Ersatz von Öl- und Gasheizungen reduzieren die CO2-Emissionen und sind unerlässlich, um Menschen langfristig vor den Folgen der Klimakrise zu schützen. Gut gedämmte Häuser verbrauchen weniger Energie und senken die Energiekosten für die Bewohner*innen. Sie erhöhen die Versorgungssicherheit und schützen Menschen im Sommer vor Hitze. Wärmepumpen und umweltfreundliche Fernwärme machen den Aargau unabhängiger von Öl- und Gasimporten aus unzuverlässligen autoritären Staaten. Gleichzeitig schützen sie das Klima und die Gesundheit durch die Abnahme der Feinstaubbelastung.
Grüne lehnen Abbaumassnahmen ab und fordern mehr Fördermittel
Als Folge des Sparpakets des Bundes sollen insgesamt weniger Mittel im Gebäudeprogramm zur Verfügung stehen. Der Regierungsrat will deshalb die Förderung der Fernwärme einschränken und Wärmepumpen nur noch bei sehr grossen Gebäuden unterstützen. Die Grünen Aargau lehnen diese Massnahmen ab und fordern, dass die Fernwärme weiterhin gefördert wird, denn die Nutzung von Abwärme ist sinnvoll und die Streichung dieser Förderung nicht zu rechtfertigen. Zudem fordern die Grünen, dass die kantonalen Beiträge erhöht werden, so dass Wärmepumpen weiterhin bei allen Gebäuden gefördert werden können. Der Ersatz einer fossilen Heizung ist in der Regel auch schon vor Ende ihrer Lebensdauer (üblicherweise ca. 20 Jahre) ökologisch sinnvoll. Um die CO2-Emissionen schnell zu senken, gilt es, sämtliche fossile Heizungen so bald wie möglich zu ersetzen.