In wenigen Tagen beginnen im Aargau die Schulferien. Und damit enden auch die Elterntaxi- Fahrten in die Schulhäuser. Immer mehr Schulen beklagen die verkehrstechnischen Herausforde- rungen betreffend Zu- und Wegfahrt, aber auch die Sicherheit der Kinder ist nicht immer sichergestellt.
Die FDP will Anreize schaffen, dass Kinder selbständig zur Schule gehen. Daher fordert die Grossrats- fraktion eine Reduktion der steuerlichen Kinderabzüge um mindestens 25 Prozent für Eltern, die ihre Kinder mit dem Elterntaxi zur Schule bringen. Der Abzug für Drittbetreuungskosten soll davon nicht be- troffen sein. Aus diesem Grund wird die FDP-Fraktion am 23. April 2024 dazu einen Vorstoss einreichen. Die Forde- rungen der FDP sollen wenn möglich in der zweiten Beratung des Steuergesetzes im Herbst 2024 be- rücksichtigt werden.
Fraktionspräsident Silvan Hilfiker: «Dieser negative Anreiz ist wichtig, um die grassierende Seuche der Elterntaxis in den Griff zu bekommen. Notfalls fordern wir von der FDP-Fraktion eine dritte Beratung des Steuergesetzes, damit genügend Zeit für die Anhörung der verschiedenen Anspruchsgruppen geschaffen werden kann.» Jeanine Glarner, Mitglied Kommission Bildung, Kultur und Sport, Vize-Fraktionspräsidentin und Gemein- deammann von Möriken-Wildegg: «Gerade die Gemeinden stehen vor grossen Herausforderungen. Nicht nur die Schulweg-Sicherheit kann nicht immer gewährleistet werden, sondern der Verlust der Selbstän- digkeit und die fehlende Sozialisierung auf dem Schulweg führen zu langfristigen, zwischenmenschlichen Problemen.»